Goldene Ehrennadel der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Hannelore Krause

Henke: „Sie waren Triebfeder und Kompass“

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Mit der goldenen Ehrennadel der Bundesvereinigung Lebenshilfe würdigte deren Vorstand Andreas Henke die Initiatorin und Mitbegründerin der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz, Hannelore Krause, hier mit Geschäftsführerin Annette Lüneburg und Vereinsvorsitzendem Claus Wilhelm Vocke (von links). 

Sulingen - „Wir haben einen schweren Weg begangen“, sagte Hannelore Krause, „Urgestein“ der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz, in ihrer Festrede bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen der Organisation am Freitag in Sulingen. Als Mutter einer behinderten Tochter hatte sie im Jahr 1964 Menschen in vergleichbarer Lebenssituation gesucht: „Das war in den Zeiten ‚vor Internet‘ schwierig.“

Die Bildungsfähigkeit von Kindern mit Behinderung habe man seinerzeit infrage gestellt, sie wurden allein ihren Eltern überlassen. „Mit Unterstützung von Freunden und Förderern, deren Wort etwas galt, kam es 1966 zur Vereinsgründung“, erinnerte Hannelore Krause: „Starke Persönlichkeiten haben sich aus sozialer Verantwortung heraus für den Anspruch unserer Kinder auf Teilhabe eingesetzt.“ Krause erinnerte an die Meilensteine der vergangenen 50 Jahre. Dass heute in den Einrichtungen der Lebenshilfe 690 Menschen mit Behinderungen betreut und gefördert werden, sei Anlass zu Freude und Dankbarkeit.

„Jeder Mensch hat einen Wert an sich und den Anspruch, dass ihm entsprechende Achtung entgegengebracht wird“, formulierte Hannelore Krause das Ziel. Die Lebenshilfe habe den Auftrag, Menschen zu befähigen, ihre Stimme zu erheben und ihr Recht als Staatsbürger selbst einzufordern. Krause: „Nur so können wir das Versprechen einlösen, das in unserem Namen liegt.“

Dass aus der Utopie der Vereinsgründer Realität wurde, sei zu einem großen Teil Hannelore Krause zu verdanken, sagte Andreas Henke vom Bundesvorstand der Bundesvereinigung Lebenshilfe. Er zollte ihr Achtung und Respekt: „Sie waren die Triebfeder und der Kompass, der Haupt- und Ehrenamtlichen Orientierung gab.“ Für ihren „hartnäckigen, beharrlichen und unermüdlicher Einsatz“, ihre Lebensleistung und ihre besonderen Verdienste um die Belange von Menschen mit einer geistigen Behinderung zeichnete er Hannelore Krause mit der goldenen Ehrennadel der Bundesvereinigung Lebenshilfe aus. -

mks

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