Heimatverein bereitet frühere Grundschule vor

Hoffnung: Erste Öffnung des Sulinger Heimatmuseums im Oktober

Vor einem Wandgemälde stehen eine Frau und ein Mann.
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Vor dem Wandgemälde in der früheren Pausenhalle stehen Brigitte Wünneker und Stefan Dökel aus dem Vorstand des Heimatvereins Sulingens.

Sulingen – Das Ziel steht bereits seit Längerem fest: In den Räumen der früheren Grundschule an der Schmelingstraße will der Heimatverein Sulingen sein neues Heimatmuseum einrichten. Ein möglicher Termin, an dem die ersten Besucher die Ausstellung sehen können, ist nun ins Auge gefasst: „Wir hoffen, dass wir Ende Oktober öffnen können“, sagt die Vereinsvorsitzende Brigitte Wünneker.

Dabei geht es allerdings nicht um das komplette Gebäude: Die Vereinsmitglieder konzentrieren sich zunächst auf die frühere Pausenhalle sowie drei ehemalige Klassenräume am ersten an die Räume der Stadtbücherei angrenzenden Gang.

Kürzlich habe der Vorstand vor Ort die nächsten Arbeitsschritte besprochen, berichtet Vorstandsmitglied Stefan Dökel. Der erste Raum ist bereits gestrichen, hier solle die Einrichtung eines Zimmers des 2006 abgerissenen Hotels Haake wieder aufgebaut werden. Die Möbel hinzustellen gehe schon, sagt Brigitte Wünneker, aber es werde noch an einem Lichtkonzept gearbeitet, und zeitaufwendig sei, Dinge wie Lampen oder Tagesdecken zurechtzurücken: „Von den Feinheiten lebt ein Museum.“

Bereits gestrichen ist der Raum, in dem die Zimmereinrichtung aus dem Hotel Haake aufgebaut werden soll.

Aufgrund seiner Größe wird der benachbarte Klassenraum die Exponate zur Schröderschen Zeitungsdruckerei beherbergen – inklusive einer betriebsbereiten Druckmaschine. Sie war im Vorjahr von einem Experten aus Augsburg, der durch das Druckereimuseum in Hoya vermittelt worden war, wieder aufbereitet worden.

Der dritte Raum ist dafür vorgesehen, an den 2017 geschlossenen Friseursalon von Friedrich Cattau zu erinnern, und auch die Schusterwerkstatt soll hier wieder aufgebaut werden.

Die Schrödersche Druckerei zählt zu den ersten Räumen, die für Besucher geöffnet werden sollen.

Der vierte Raum am Ende des Ganges ist bereits belegt: Das Aktionsbündnis Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde (AEBB) hat hier eine Modellanlage des Sulinger Kreuzes aufgebaut.

Für die Pausenhalle plant der Verein vor allem zwei Nutzungen: Zum einen soll hier der frisch restaurierte Jagdwagen einen Platz finden, und zum anderen ist sie gedacht als Veranstaltungsraum – gerne auch, wie am vorigen Standort des Museums, in Kooperation mit anderen Vereinen. Möbel sind vorhanden, sodass hier an den Öffnungstagen auch Kaffee und Kuchen angeboten werden könnten. Das wolle man gerne in Zusammenarbeit mit den örtlichen Bäckereien machen, sagt Brigitte Wünneker. Das große Wandgemälde, das unter anderem die Sankt-Nicolai-Kirche zeigt, soll in jedem Fall erhalten bleiben: „Wir wollen den Charakter des Gebäudes nicht verändern, sondern daran erinnern, dass es mal eine Schule war“, stellt die Vorsitzende klar.

Heimatverein sucht weitere Helfer

Die Vitrinen, die zum Teil noch auf den Fluren zu finden sind, sollen auch eine neue Nutzung erhalten. „Wir haben noch Geschirr aus dem Café von ,Tante Ella‘ “, nennt sie ein Beispiel für die Exponate, die darin gezeigt werden können.

Bis es so weit ist, braucht es allerdings noch einiges an Arbeit – und vor allem helfende Hände. „Wir hatten viele Helfer beim Umzug und beim Einräumen“, erinnert sich Stefan Dökel, „aber die sind inzwischen auch alle ein Jahr älter geworden.“ Außerdem sei auch der Umstand belastend, dass noch nicht endgültig geklärt ist, ob der Heimatverein wirklich dauerhaft in dem Gebäude bleiben kann, das nach wie vor dem Landkreis Diepholz gehört. „Es macht keinen Spaß, sich zu engagieren, wenn man keine Sicherheit hat.“

Ebenfalls geklärt werden müsse, wie sich der Unterhalt des Gebäudes gestalten lässt: „Es ist noch die Frage, wie wir die vielen Fenster und die langen Gänge sauber halten können“, so Brigitte Wünneker, „da freuen wir uns, wenn sich noch Freiwillige melden.“ Wer sich beteiligen möchte, dürfe sich gerne telefonisch unter der Rufnummer 0 42 71 / 31 03 bei ihr melden. Falls sie nicht da sei, sollten Interessierte unbedingt eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. An Einsatzmöglichkeiten fehle es jedenfalls nicht: „Wir stehen vor einer Mammutaufgabe.“

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