Versammlung erstmals als Frühstückstreffen

SoVD Sulingen: „Ortsverband der Superlative“

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Jubilare und Geehrte mit Ortsverbandesvorsitzendem Heinrich Schlüterbusch (rechts), seiner Stellvertreterin Ursula Tebelmann (links) und Kreisvorsitzendem Bruno Hartwig (7.v.l.).

Groß Lessen – „Es ist schön, dass es Mitglieder gibt, die dem Sozialverband lebenslang die Treue halten“, sagte Kreisvorsitzender Bruno Hartwig auf der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Sulingen im Sozialverband Deutschland (SoVD) am Samstagvormittag im Groß Lessener Gasthaus Husmann.

Die Ehrung von Horst Steckel, der seit 65 Jahren zu dessen Mitgliedern zählt, sei ihm daher eine besondere Ehre: „In einer Zeit, in der der Sozialverband in erster Linie als Dienstleister gefragt ist, macht es Mut, wenn Mitglieder uns auf diese Weise ihre Solidarität zeigen.“ Unter dem Beifall der rund 160 Anwesenden übermittelte er dem 95-Jährigen Dank und Würdigung des Landesverbandes mit Urkunde und Jubiläumszeichen.

Hartwig nannte den SoVD Sulingen einen „Ortsverband der Superlative“. Mit seinen 1 281 Mitgliedern sei er eine starke Säule des Kreisverbandes: „Ihr seid ein Vorbild für viele Nachbarvereine, macht weiter so.“ Den Einsatz des Ortsverbandes für soziale Belange unterstrich auch Bürgermeister Dirk Rauschkolb in seinem Grußwort. Er lobte die „sehr gute Arbeit“ des Vorstandsteams um Heinrich Schlüterbusch auf lokaler Ebene, aber auch sein überörtliches Engagement – etwa mit Veranstaltungen zur Barrierefreiheit im ÖPNV oder zum Weltfrauentag. Volker Wall, örtlicher Koordinator des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge, dankte dem SoVD für die Unterstützung bei der Pflege der Gräber und der Ausrichtung des Volkstrauertags.

„Eisernes“ Jubiläum: Bruno Hartwig (links) bedankte sich bei Horst Steckel für 65-jährige Treue zum Sozialverband.

Bruno Hartwig thematisierte die geplanten Änderungen des Hartz-4-Systems („Wir sehen das positiv – schauen wir mal, was sich umsetzen lässt“); Errungenschaften seien die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Gesundheitskosten sowie die Anhebungen des Mindestlohns und der Mütterrente. Die Mitarbeiter der Sozialberatung hätten im vergangenen Jahr rund 1 000 Antrags- und Widerspruchsverfahren abgewickelt und für die Mitglieder in Summe 1,46 Millionen Euro erstritten.

Die Zahl der Ortsverbände im Landkreis Diepholz habe sich auf 35 reduziert, weil es vielerorts an Führungskräften fehle. Der Sulinger Ortsverband sei auch in dieser Beziehung gut aufgestellt. Der Kreisverband zähle aktuell 10 700 Mitglieder. Bruno Hartwig: „Jeder zwanzigste Einwohner im Landkreis Diepholz ist Mitglied im SoVD, im Stadtgebiet Sulingen ist es jeder zehnte.“

Elisabeth Haake gehört dem SoVD-Ortsverband Sulingen seit 25 Jahren an. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung erhielt sie aus den Händen von Vorsitzendem Heinrich Schlüterbusch Blumen und Urkunde. Mit einem Blumengruß dankte der Vorstand außerdem Helmut Meyer, Adolf Reiter, Waltraut Adolph, Angelika Schmidt, Heike Sandmann, Horst Müller und Heike Deiß sowie Marie-Luise und Roland Gösele für ihre zehnjährige Treue zum Verein. Kreisvorsitzender Bruno Hartwig würdigte die ehrenamtliche Vorstandsarbeit von Marita Schlüterbusch: Sie ist seit fünf Jahren im Beirat vertreten und als „Reisebeauftragte“ verantwortlich für die Organisation von Fahrten.

Die Jahreshauptversammlung, zu der der Vorstand erstmals im Rahmen einer Frühstücksveranstaltung ins Gasthaus Husmann geladen hatte, endete mit einem Theaterstück der Puppenspielerin Maria Schupp aus Diepholz.  

mks

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