„Hardware“ rückt in Fokus

„Tapetenwechsel“: Lenkungsgruppe will Konzept für Licht und „Möblierung“

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Vertreter der Initiative Sulingen, des Arbeitskreises „Wohlfühlstadt“ und der Verwaltung diskutierten am Dienstagabend im Sitzungssaal des Rathauses, welche im Projekt „Tapetenwechsel“ gewonnenen Ideen in der Innenstadt umgesetzt werden können.

Sulingen - Zur lockeren Diskussion über die bei den Stadtforen im Rahmen des Projektes „Tapetenwechsel“ gewonnenen Ideen zur Attraktivitätssteigerung der City forderte Philipp Leymann, Vorsitzender der Initiative Sulingen, Vertreter dieses Zusammenschlusses der Gewerbetreibenden, der Arbeitsgruppe „Wohlfühlstadt“ im Bürgerbeteiligungsprozess „Wir sind Sulingen 2.029“ und der Verwaltung beim Lenkungsgruppentreffen am frühen Dienstagabend im Rathaus auf. „Und dann muss mal ,Butter bei die Fische‘.“

Es gelte herauszufiltern, welche von den Fachreferenten gegebenen Anregungen in Sulingen realisierbar sind. Leymannn unterstrich: „Die ,Initiative‘ hat 15.000 Euro investiert. Die Kollegen erwarten, dass Ideen umgesetzt werden – und ich denke, den Bürgerinnen und Bürgern geht es nicht anders. Wir sind in der Bringschuld.“

Nicht kopieren, sondern Alleinstellungsmerkmale schaffen

Rita Mohrmann sprach die Vorschläge an, die Attraktivität der Innenstadt durch weitere kulturelle Veranstaltungen aufzuwerten. Beispielsweise liege „Street Food“ im Trend, ein Event dazu gab es vor Kurzem an der Diskothek „Nachtwerk“. In der Diskussion kam Konsens zum Ausdruck, nicht aus anderen Kommunen zu kopieren, sondern auf Sulinger Alleinstellungsmerkmale abzuzielen. Man kam überein, weitere Überlegungen zu diesem Bereich – der „Software“ – der Federführung des Kulturvereins zu übertragen. Dessen Vorsitzender Gunter Koop griff die Idee auf, im Prospekt des Vereins neben dem Kulturprogramm wertigere Veranstaltungen in Sulingen, etwa das Altstadtfest, mit aufzunehmen.

Die Lenkungsgruppe nahm die „Hardware“ in den Fokus. Helmut Weiß griff aus den Referaten den Vorschlag auf, die Seitenräume der Langen Straße verstärkt zu nutzen, Sitzgelegenheiten zu schaffen. Davon gebe es einige, gab Wirtschaftsförderer Martin Koenen zu bedenken, die gelte es attraktiver zu gestalten. Die Idee, die Bäume von unten anzustrahlen, hält Helmut Weiß für besonders interessant. „So könnte deutlich Wahrnehmbares geschaffen werden, vielleicht sogar mit wenig Geld.“ 

LED-Lampen für die Straße und Wasserspielbecken für Kinder

Die Lange Straße insgesamt besser zu beleuchten, wie es der Diepholzer Lichtplaner Oliver Christen vorgeschlagen hatte, stieß bei den Teilnehmern des Treffens im Rathaus auf positive Resonanz. Das stellenweise noch vorhandene „gelbe Licht“, wie es Bürgermeister Dirk Rauschkolb formulierte, durch LED-Lampen zu ersetzen – auch aus ökologischen Gründen sinnvoll – wäre dabei ein Baustein. Ein weiterer Vorschlag zur „Möblierung“, der Anklang fand, war ein Wasserspielbecken für Kinder, eventuell in Form einer Erweiterung des Froschbrunnens. Nicht nur Gunter Koop erwärmte sich für die Idee, eine Videowand im Bereich des Neuen Marktes zu installieren, „für Fußballübertragungen etwa, für Werbung.“

Dieter Degen plädierte dafür, mit fachlicher Unterstützung ein Konzept für die möglichen Umgestaltungsmaßnahmen zu entwickeln, dass diese aufeinander abstimmt. Am Ende bestand Konsens, dass Wirtschaftsförderer Martin Koenen kurzfristig Lichtplaner Oliver Christen bitten möge, ein Grobkonzept zu gestalten und es, inklusive Kostenschätzung, der Lenkungsgruppe vorzustellen. Möglichst bereits bei der nächsten Zusammenkunft, die bereits für den 30. August geplant ist.

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