Hanselmann: „Regionalität ist Trend“

Stadt Sulingen stellt Planungen des Genuss- und Tourismustages vor

Stellten die Planungen des Genuss- und Tourismustages vor: Ariane Hanselmann, Martin Koenen, Dirk Rauschkolb, Christina Hollmann und Sabine Kammacher (von links). Foto: Schlotmann
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Stellten die Planungen des Genuss- und Tourismustages vor: Ariane Hanselmann, Martin Koenen, Dirk Rauschkolb, Christina Hollmann und Sabine Kammacher (von links).

Sulingen - Abstimmungsgespräche mit der Dienstleistungsgewerkschaft „ver.di“ stehen noch aus. Sulingens Wirtschaftsförderer Martin Koenen ist dennoch optimistisch, dass der Zuspruch der Veranstaltung eine Sonntagsöffnung der Gewerbebetriebe rechtfertigt: Gemeinsam mit den Verwaltungsmitarbeiterinnen Christina Hollmann und Sabine Kammacher sowie der Geschäftsführerin des Kulturvereins Sulingen, Ariane Hanselmann, stellte der Wirtschaftsförderer im Beisein von Bürgermeister Dirk Rauschkolb Dienstagabend in der Alten Bürgermeisterei die Planungen eines Genuss- und Tourismustages vor. Angedacht ist der Aktionstag für Sonntag, 30. Juni. Kooperationspartner ist der Kreisverband Grafschaft Diepholz im Niedersächsischen Landvolk.

Laut Kulturvereins-Geschäftsführerin Hanselmann sei das Bedürfnis, Regionalität zu erleben, Trend. „In Zeiten, in denen die Digitalisierung immer weiter voranschreitet, merkt man, dass sich die Leute immer mehr nach regionalen Produkten sehnen.“ Ein Bedarf, den unter anderem Direktvermarkter aus der Landwirtschaft deckten. Hanselmann vor 25 Teilnehmern der Veranstaltung in der Alten Bürgermeisterei: „Deswegen sind wir froh, dass uns der Landvolk-Kreisverband in der Organisation der Veranstaltung unterstützt.“

Angedacht sei unter anderem eine (Freiluft-)Ausstellung „Landwirtschaft erleben“, bei der örtliche Landwirte ihre Gerätschaften vorstellen („Gerade immer auch für Kinder sehr spannend“, O-Ton Hanselmann). Aber auch Themen wie Tierhaltung und Tierwohl wollten die Landwirte an dem Sonntag thematisieren. „Angedacht ist unter anderem ein Streichelzoo“, erklärte Hanselmann. Ansprechen werde die Stadtverwaltung alle Erzeuger im Umkreis von 80 Kilometern „und versuchen, diese zu gewinnen, sich darzustellen.“ Hanselmann: „Um zu zeigen, was die Region zu bieten hat.“ Informationen über die „Grünen Klassenzimmer“ in Obhut des Kreisverbandes des Niedersächsischen Landvolks und zu Berufsfeldern, die in der Landwirtschaft beheimatet sind, sollen das Paket abrunden.

Auch touristisch habe die Region viel zu bieten, sagte die Geschäftsführerin des Kulturvereins. „Wir sind auf der Suche nach Partnern, die das an dem Sonntag hervorheben.“ Gleiches gelte für den Bereich Genuss.

Laut Hanselmann sei die Idee der Veranstaltung bereits im Frühjahr beziehungsweise Sommer des Jahres 2015 im Zuge der Auftaktveranstaltung des Bürgerbeteiligungsprozesses „Wir sind Sulingen 2.029“ geboren werden. „Da waren Veranstaltungswünsche geäußert worden. Wir haben uns die jetzt noch mal vorgenommen und überlegt: Wie können wir diese mit dem Bestreben, weitere verkaufsoffene Sonntag in Sulingen anzubieten, koppeln?“ Bislang sind in Niedersachsen bis zu vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr pro Kommune erlaubt, in Ausflugsorten sind es maximal acht. In der Regel werden verkaufsoffene Sonntage mit Veranstaltungen gekoppelt. Nach aktueller Rechtsprechung muss die Veranstaltung an sich mehr Besucher anziehen als die Öffnung der Geschäfte. In jüngster Vergangenheit ist „ver.di“ in mehreren Städten juristisch gegen Planungen verkaufsoffener Sonntage angegangen (wir berichteten). Ariane Hanselmann: „Wenn die Planungen des verkaufsoffenen Sonntags gestrichen werden, können unsere Aktionen auch alleine stehen.“  

oti

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