Hannelore Krause Ehrenvorsitzende des Vereins Lebenshilfe Grafschaft Diepholz

„Sie ist eine Bereicherung“

Vorsitzender Claus Wilhelm Vocke mit Ehrenvorsitzender Hannelore Krause.
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Vorsitzender Claus Wilhelm Vocke mit Ehrenvorsitzender Hannelore Krause.

Sulingen - Welche Aufgaben übernimmt der Vorstand eines Vereins, der im Wesentlichen von Hauptamtlichen gestaltet wird? Diese Frage stellte Claus Wilhelm Vocke, Vorsitzender der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz, bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch in den Raum.

Die Hauptherausforderung des Vereins sieht er in der Entwicklung von Strategien und dem Aufbau neuer Strukturen: „Der Vorstand will den Hauptamtlichen kompetenter Ansprechpartner und Begleiter sein.“ Das Thema „Inklusion“ – zur Zeit in aller Munde – sei kein Projekt der Lebenshilfe, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe. Die Lebenshilfe werde nicht der Verlierer der neuen Zielrichtung sein, sondern vielmehr Wegbereiter für eine inklusive Gesellschaft.

„Wir haben eine solide finanzielle Basis mit Spielraum für Investitionen“, lautete das Fazit von Kassenwart Heinfried Bordewisch, der die Jahresrechnung 2013 vorstellte. Die Bilanzsumme des Vereins belief sich zum 31. Dezember 2013 auf 10,2 Millionen Euro, der Anteil des Sachanlagevermögens betrug zum Stichtag rund 80 Prozent und prägt damit im Wesentlichen die Vermögensstruktur.

Der Jahresüberschuss fiel, aufgrund umfangreicher Investitionen in die Bauunterhaltung, geringer aus als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse der gGmbH stiegen auf 11,6 Millionen Euro. Michael Lensing sprach von „unter dem Strich leichten Verschiebungen“. Insgesamt betrug der Jahresüberschuss von Verein und gGmbH 260000 Euro, sie werden den Rücklagen zugeführt. Nahezu konstant blieb die Zahl der Mitarbeiter, sie erhöhte sich von 373 auf 377 Festangestellte. Als aktuelles Projekt nannte Lensing den geplanten Neubau der Kita am Nordsee, mit dem ersten Spatenstich rechne er Anfang 2015.

Im Hinblick auf das laufende Gesetzgebungsverfahren in Land und Bund zur Reform der Eingliederungshilfe entfiel das geplante Referat unter dem Punkt „Verschiedenes“. Der Bund habe in Aussicht gestellt, die Kommunen im Umfang von jährlich fünf Milliarden Euro zu entlasten. Die ersten Mittel sollen 2015 fließen, allerdings ohne Zweckbindung. „Wohin die Reise geht, wissen wir noch nicht“, sagte Claus Wilhelm Vocke, bindend seien allerdings die Eckpunkte der UN-Behindertenrechtskonvention.

Durch Beifallsbekundungen gaben die Mitglieder ihrer Zustimmung für einen internen Vorstandsbeschluss Ausdruck: Hannelore Krause, die im vergangenen Jahr ihr Amt als Vorsitzende aufgab, wurde zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Vocke: „Wir würdigen hiermit ihre langjährige Arbeit und möchten sie dazu motivieren, den Vorstand weiterhin zu unterstützen.“ Vocke weiter: „Frau Krause ist für uns eine Bereicherung.“

mks

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