Erweiterte Spieloptionen

Handball im Sommer: Neues Beach-Handballfeld in Sulingen

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Michael Rethorn (2.v.l.) dankte besonders (von links) Ralf Schnieder, Hausmeister Uwe Siemers, Henri Wortmann, Volker Wall, Frank Bokelmann und Hartmut Rothe. - Foto: S. Wendt

Sulingen - Was tun, wenn einem der Strand fehlt, um darauf Beach-Handball zu spielen? „Mutterboden ausheben, mit Sand auffüllen, Tore aufstellen und Linien auslegen“: So einfach sei das, ein entsprechendes Spielfeld zu bauen. Die Handballer im TuS Sulingen würden die vier Dinge mittlerweile um etliche Details mehr ergänzen.

Michael Rethorn, Abteilungsleiter Handball im TuS, blickte am Samstag nicht als einziger stolz auf die Anlage, die dank einer Gemeinschaftsleistung der Sulinger Handballfamilie, deren Freunden, Sponsoren und Förderern realisiert wurde. Bereits die Standortfrage erforderte längere Überlegungen. 

Für die TuS-Handballer stand im Vordergrund die Frage, wie sie ihren Sport über die Sommerpause bringen. Der Hallensport, früher auch professionell auf dem Feld gespielt, erlebt seit Jahren eine beliebte Outdoorvariante im Beach-Handball, vornehmlich bei Turnieren an der Nordsee- und Ostseeküste. Das können aber nur einzelne Veranstaltungen sein. Und, wie gesagt, in Sulingen fehlt der Strand.

Spiele lassen sich kombinieren

Beach-Volleyballfelder an Freibädern haben andere Maße. Und: Spiele zum Jux und Spiele mit sportlichen Ambitionen lassen sich oft auch nicht kombinieren. Der Standort in direkter Nachbarschaft zur Edenhalle und damit auch erreichbar für die Schülerinnen und Schüler der Lindenschule sowie der Carl-Prüter-Oberschule hat deren Schulleiter Lore Schmusch und Christopher Axmann inklusive Dienstherrn, den Landkreis, die Nutzungsvereinbarung mit den TuS-Handballern unterschreiben lassen. 

Wollen die Sportlehrer Volleyball oder Handball auf Sand spielen, wie es der Lehrplan vorgibt – das ist jetzt möglich, nicht nur die TuS-Handballer haben nun eine neue Trainingsoption mehr. TuS-Vorsitzender Volker Wall lobte die Standortwahl: Das Beach-Handballfeld befinde sich in der Heimat der Handballer, wegen der direkten Nachbarschaft zur Edenhalle.

Viel Arbeit für die Handballer

Die Handballer haben nach der Standortfrage viel bewegt: Fördermittel beantragen, Sponsoren suchen, 600 Kubikmeter Mutterboden ausheben und abtransportieren. Michael Rethorn dankte besonders Henri Wortmann, der die Aushub-Arbeiten zusammen mit Radlader „Susi“ durchführte. Und nebenbei eine Grundsatzfrage stellte, die in Mehrkosten mündete: „Was ist eigentlich mit der Drainage?“ Laut Rethorn hatte sich nach mehrtägigen Regenschauern so viel Wasser in dem ausgehobenen Loch angesammelt, dass man hätte meinen können, die Handballer bauen ein Schwimmbecken. Das Projekt musste um die Drainage erweitert werden.

Mit der Erkenntnis, dass Sand nicht gleich Sand ist, folgte die nächste so nicht erwartete Aufgabe: „Vor dem Bau habe ich nicht gewusst, wieviele Sorten Sand es gibt“, gab Rethorn zu. Der eine sei zu grob gewesen, der nächste zu fein und ließ kein Wasser durch. Kurzerhand seien auf dem Hof Wortmann zwei Sorten zur perfekten Mischung kombiniert worden. 

Fundamente für Bodenhülsen wurden eingelassen, die Tore aufgestellt, die Linien ausgelegt: Nach jeder Menge Arbeit und rund 25.000 Euro an Kosten, erfolgte am Samstag die Einweihung mit gleich zwei Turnieren. Zunächst gingen die Jugendlichen des TuS an den Start. Am Nachmittag folgte das Jux-Turnier der Freizeitmannschaften. Das soll, nach langjähriger Pause, wieder eine regelmäßige Veranstaltung in Sulingen werden.

sis

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