Hallenbau verschafft Platz

„Westnetz“ investiert rund halbe Million Euro in Erweiterung des Standorts Sulingen

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In der neuen Halle: stellvertretender Netzmeister Björn Zander, Betriebsleiter Eckhard Stumpe, der Leiter des Westnetz-Regionalzentrums Osnabrück, Dr. Holger Vogelsang, Thorsten Harbarth, Netzmeister für den Betriebsstandort Sulingen, Bürgermeister Dirk Rauschkolb und Kommunalbetreuer Rainer Oesting (von links).

Sulingen - Außen fehlen lediglich der Anstrich und ein Stück der Vorplatzpflasterung, innen wird noch an der Elektrik und der Heizung gefeilt: Mit einer kleinen Feierstunde am Montagmorgen hat die Westnetz GmbH am Betriebsstandort Sulingen eine neue Technikhalle eingeweiht. Sowohl das Team als auch dessen Aufgaben sind gewachsen, begründete Dr. Holger Vogelsang, Leiter des Westnetz-Regionalzentrums Osnabrück, warum der Verteilnetzbetreiber nach eigenen Angaben rund 500.000 Euro in die Erweiterung des Stützpunktes an der Magdeburger Straße investiert.

Den – und den Betrieb des Gasnetzes im Sulinger Land – hatte der Mutterkonzern RWE 2013 von Mitbewerber EWE übernommen. 2015 kam auch das Stromnetz der Stadt Sulingen und der Samtgemeinden Kirchdorf, Schwaförden und Siedenburg hinzu, Anfang dieses Jahres das der Samtgemeinde Rehden und der Gemeinde Drebber, das laut Vogelsang zuvor zum Nachbarnetzbereich Bramsche gehörte.

 „Wir haben jetzt in Sulingen in Summe elf Mitarbeiter: Acht Netzmonteure, zwei Meister und ein Planer kümmern sich um die Planung und Umsetzung von Bauprojekten, die Entstörung und Wartung des insgesamt 1700 Kilometer langen Strom- und des rund 900 Kilometer langen Gasnetzes mit circa 13.500 Hausanschlüssen – in einer ländlichen Region ist das schon Einiges.“ Für diese Mannschaft ist es ziemlich eng in den Büroräumen, aber Abhilfe ist in Sicht.

Die neue Halle bietet auf rund 300 Quadratmetern Grundfläche Kapazitäten für Werkzeuge, Materialien und Betriebsfahrzeuge. „Es gibt ein großes Rolltor, denn eventuell bekommen wir noch einen Steiger für Freileitungen und ein großes mobiles Notstromaggregat“, erläuterte Thorsten Harbarth, Netzmeister für den Betriebsstandort Sulingen. 

Die neue Technikhalle am „Westnetz“-Standort an der Magdeburger Straße bietet 300 Quadratmeter an zusätzlicher Fläche.

Das Inventar des bisherigen Lagers wandert Anfang kommenden Jahres in die neue Halle – und dann soll die Umgestaltung der frei werdenden Fläche in Büros in Angriff genommen werden. „Dann sind wir hier am Standort wirklich top ausgestattet“, stellte Dr. Holger Vogelsang fest, betonte auch, dass alle Mitarbeiter in der Region verankert seien.

Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb wertete die Standorterweiterung als gutes Zeichen, konstatierte auch eine gute Zusammenarbeit der „Westnetz“ mit der Stadt: „Als Kommune ist man darauf angewiesen, dass man ein verlässliches Netz hat.“ Probleme gebe hingegen mit der Firma, die sich um die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet kümmert. 

„Da merkt man eben: Wenn eine Firma in Rendsburg oder Hamburg sitzt und nur per Telefon erreichbar ist, dann ist es schon ein bisschen schwierig. Der Bürger vor Ort sieht das nicht – der sagt, die Stadt Sulingen kriegt es nicht hin, dass die Straßenbeleuchtung funktioniert. Vielleicht werden wir aussteigen aus dem Vertrag.“

Eckhard Stumpe, Leiter des Betriebes in Sulingen, merkte lächelnd an, dass man seitens der „Westnetz“ auch gerne bereit sei, sich um die Straßenbeleuchtung zu kümmern. 

ab

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