Tierschützer bieten in Lindern buntes Programm und werben um Unterstützung

Hahn zieht zu den Zwergen

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Lindern - Die „krähende“ Hahnskulptur aus witterungsbeständigem Kunststein ging für drei Euro über den Ladentisch. Die neue Besitzerin freute sich: „Er wird meinen pfeifenden Zwergen im Garten Gesellschaft leisten.“ Der Flohmarkt beim „Tag der offenen Tür“ im Tierheim Lindern hatte neben dem skurrilen Bewegungsmelder weitere interessante Ausstellungsstücke zu bieten. Hunde-Caddy, Teddybär, Blutdruckmessgerät oder Designerlampe – nagelneu und original verpackt: Mancher Besucher macht hier das Schnäppchen des Tages.

„Das Tierheim dankt“, verabschiedete Olaf Eickhoff seine Kunden. Er war selbst überrascht von dem Angebot: „Wir wissen nie, was wir an Sachspenden bekommen.“ Nach wie vor sei der Flohmarkt eine wichtige Einnahmequelle. Wer gut erhaltene Sachen abzugeben hat, sollte sich direkt mit mit dem Tierheim in Verbindung setzen.

Die zu erwartenden Einnahmen sind nicht die einzige Motivation für Tierheimleiterin Marita Görges und ihr Team, jedes Jahr zu Pfingsten die Türen in Lindern zu öffnen: „Wir wollen den Leuten die Möglichkeit geben, sich ganz unverbindlich umzusehen und unsere Entwicklung zu verfolgen. Außerdem ist die Veranstaltung immer wieder eine gute Gelegenheit für eine gründliche Aufräum- und Renovierungsaktion.“

Rund 22 Tierfreunde waren am Sonntag in die Arbeiten eingebunden. Kuchentheke, Salatbar, Tombola-Stand, Handarbeitsbasar: „Unsere Vereinsmitglieder haben alles selbst organisiert“, erklärte Marita Görges stolz. Die Organisation des „Tages der offenen Tür“ kostet Kraft. Unter anderem akquirierten die Mitglieder unter Geschäfts- und Privatleuten Spender für die 800 Gewinne der Tombola. Auch das Angebot des Handarbeitsbasars war immens. Claudia und Dieter Bergmann aus Bassum verkauften gestrickte Socken, Geldsäckchen, Pulswärmer und Topflappen von Oma Rosi für den guten Zweck: „Wir haben damals unseren Hund aus dem Tierheim geholt. Seitdem sind wir aktiv dabei.“

Gespräche unter Tierfreunden waren am Sonntag Programm– nicht nur am Stand von Hunde-Physiotherapeutin Alexandra Logemann und ihrer Golden-Retriever-Hündin Lotta. „Die Leute suchen das Gespräch mit Gleichgesinnten. Oder sie wollen uns zeigen, was aus den Hunden geworden ist, die sie bei uns erworben haben“, sagte Marita Görges.

Der „Tag der offenen Tür“ ist traditionell auch Werbung in eigener Sache. Der Wunsch nach Unterstützung durch weitere Ehrenamtliche ist ein Dauerthema. In diesem Jahr ist außerdem die Stelle eines Auszubildenden zu besetzen. Görges: „Wir haben noch keinen geeigneten Bewerber gefunden, der ab August unser Team verstärkt. Die Anforderungen: Er sollte volljährig und tierlieb sein. Und flexibel in puncto Aufgaben und Arbeitszeit.“

Tag der offenen Tür im Tierheim

mks

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