„Mehr Diagnosekompetenz“

Gymnasium: Hohe Erwartungen an „Leistung macht Schule“

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„Im Schulalltag geht es darum, mehr Diagnosekompetenz in die Lehrerkollegien zu tragen, um Begabungen frühzeitig erkennen zu können.“

Sulingen - „Für uns alle ist das eine Chance, die Begabtenförderung noch weiter voranzutreiben“, sagt Ute Lüßmann. Leiterin des Gymnasiums Sulingen. Ende vergangener Woche hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig die Nachricht verbreitet, dass das Gymnasium an der Schmelingstraße und die Grundschule in Groß Lessen in die Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ aufgenommen worden seien; wie bundesweit 299 andere Bildungseinrichtungen und 27 Schulen in Niedersachsen (wir berichteten).

In den kommenden zehn Jahren wollen die Länder und der Bund deutschlandweit 125 Millionen Euro in die Initiative investieren. „Was wie im Detail gefördert wird, können wir noch nicht sagen“, so Lüßmann. Derzeit befänden sich die beteiligten Schulen des Primar- und Sekundarbereiches noch in der Abstimmung mit den Universitäten, die die Initiative und damit die Schulen begleiten werden. „Im Prozess nennen wir das Matchingphase“, erklärt Ute Lüßmann. Zu Deutsch: Die Anforderungen der Teilnehmerschulen werden mit den Möglichkeiten der Hochschulen abgestimmt.

„Um mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit zu erreichen, setzt die Initiative auf frühzeitiges Erkennen und gezieltes Fördern begabter Schüler“, hatte Axel Knoerig Ende vergangener Woche mitgeteilt.

Eine Zielsetzung, die Ute Lüßmann begrüßt: „Im Schulalltag geht es darum, mehr Diagnosekompetenz in die Lehrerkollegien zu tragen, um Begabungen frühzeitig erkennen zu können.“ Hochleistung und Hochbegabung seien nicht zwingend ein und dasselbe. „Des Weiteren müssen wir in die Lage versetzt werden, maßgeschneiderte Programme aufzulegen, mit denen wir Begabungen fördern. Wichtig ist auch, erkennen zu können, welche Mehrwerte eine spezielle Förderung mit sich bringt; für die Schülerin oder den Schülern.“

Die Schulleiterin spricht von einer engen Verzahnung mit den Universitäten, die sie von dem Prozess erwarte. „Die Universitäten verfügen über Forschungsbereiche, von denen wir am Ende profitieren.“

Grundschule Groß Lessen und Gymnasium Sulingen hatten sich unabhängig voneinander um eine Berücksichtigung in dem bundesweiten Programm beworben; laut Ute Lüßmann in den Bewerbungen aber jeweils auf die Bewerbung der anderen Schule aufmerksam gemacht. „Wir waren von Maren Sieck-Oetker über die Ausschreibung informiert worden.“ Maren Sieck-Oetker ist Leiterin der Grundschule in Groß Lessen.

Ute Lüßmann: „Vielleicht lässt sich das ein oder andere Projekt ja auch gemeinsam angehen.“ - oti

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