Gute Ideen auch umsetzen

Seit 100 Tagen Chef des Bauvereins Sulingen - Detlef Detlefsen zieht ein erstes Fazit

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Detlef Detlefsen ist seit 100 Tagen geschäftsführender Vorstand des Bauvereins.

Sulingen - Detlef Detlefsen, geschäftsführender Vorstand des Bauvereins Sulingen, ist seit 100 Tagen im Amt. Im Interview spricht er über berufliche Ziele. Und über seinen Eindruck von Land und Leuten in seinem neuen Lebensumfeld.

Der Wechsel von Hamburg-Eimsbüttel in die Kleinstadt Sulingen hört sich nach einer Herausforderung an!

Nicht so sehr, wie es scheint. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, und auch nach dem Umzug nach Hamburg hat unsere Familie die engen Kontakte nach Hohwacht und Lütjenburg (Kreis Plön) aufrechterhalten.

Also kein Kulturschock?

Nein, gar nicht. Ich lebe die Woche über in Sulingen und fühle mich hier sehr wohl. Die Wochenenden verbringen meine Frau und ich abwechselnd in Sulingen und Hamburg.

Ist das Pendeln nicht anstrengend?

Nein, es hat fast Vorteile. Da ich keine beruflichen Verpflichtungen in Hamburg mehr habe, hat sich mein Blick auf Hamburg verändert. Ich erlebe die Stadt ganz anders – fast wie ein Tourist.

Können Sie sich vorstellen, in Sulingen Wurzeln zu schlagen?

Ich bin dabei. Mittlerweile spiele ich Fußball beim FC Sulingen. Meine Frau und ich waren beim Abendpicknick dabei und haben auch das Reload-Festival besucht. Tolle Veranstaltungen! Außerdem habe ich inzwischen viele soziale Kontakte.

Wie weit klaffen Wunsch und Wirklichkeit in beruflicher Hinsicht auseinander?

Ich kenne das Geschäft, daher gab es wenige Überraschungen. Ich wusste ziemlich genau, auf was ich mich einlasse. Die Menschen, mit denen ich tun habe, waren die einzige Unbekannte.

Wie hat man Sie aufgenommen?

Sehr gut! Von Anfang an gab es zwischen Vorstand, Aufsichtsrat, Mitarbeitern und mir eine große Vertrauensbasis – das motiviert. Jetzt sind wir dabei, gemeinsam Ziele zu definieren und umzusetzen.

Aufbruchstimmung also?

Ja. Wir haben die Aufgabe, unsere Wohnungen nach heutigen Anforderungen herzurichten und zu vermarkten und dabei die Mieten moderat zu halten. In dieser Beziehung ziehen wir alle an einem Strang. Ich bin hochzufrieden mit dem Engagement der Mitarbeiter und ihrer Unterstützung bei der Organisation der 100-Jahrfeier unserer Genossenschaft. Großartig!

Was haben Sie in ihren ersten 100 Tagen auf den Weg gebracht?

Es reicht nicht, gute Ideen zu haben: Man muss sie auch umsetzen. Inzwischen haben wir einige Großbaustellen eingerichtet: Acht Wohnungen werden umfassend renoviert und modernisiert. Diesen Kurs werden wir bei frei werdenden Wohnungen konsequent weiterverfolgen.

Gibt es weitere Ziele?

Wir möchten zukünftig verstärkt junge Menschen als Mitglieder und Mieter gewinnen. Auch vor diesem Hintergrund stellen wir uns neu auf: Wir haben unsere Homepage überarbeitet und gehen Ende des Jahres mit einer Bauvereinapp an den Start. Auf diesem Weg wollen wir über Aktionen für Mitglieder und Nicht-Mitglieder informieren, aber auch über Wohnangebote.

Fazit nach 100 Tagen?

Gefühlt sind es eher 1000! Ich bin sehr zufrieden über das Erreichte. Wir können mutig in die Zukunft schauen. Ich habe jetzt die Übersicht über das Tagesgeschäft. Man kann mich schon mal allein lassen. Jetzt gilt es, die kleinen Stellschrauben zu drehen.

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