Bürger können sich beim Sulinger Masterplan Stadtentwicklung einbringen

Günstiges Wohnen im Fokus

Hoffen auf Beiträge von Bürgern auf der Wikimap: Andreas Nordloh und Wiebke Blohm (Stadt Sulingen), Christopher Schmidt und Michelle Godon (Cima; von links).
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Hoffen auf Beiträge von Bürgern auf der Wikimap: Andreas Nordloh und Wiebke Blohm (Stadt Sulingen), Christopher Schmidt und Michelle Godon (Cima; von links).

Sulingen – Die Arbeiten am Masterplan Stadtentwicklung für Sulingen gehen weiter voran: Am Dienstag führten Michelle Godon und Christopher Schmidt von der Firma „Cima Beratung + Management“ aus Hannover die letzten Expertengespräche und beendeten damit die Analysephase.

Vorausgegangen war die Onlinebefragung (wir berichteten), an der sich mehr als 460 Menschen beteiligten. Darin wurden, unterteilt in Themenbereiche wie Wohnen, Wirtschaft, Klimaschutz, Kultur und Freizeit, die Stärken und Schwächen Sulingens abgefragt. Die Ergebnisse seien ergänzt worden durch die Expertengespräche, für die in Absprache mit der Stadtverwaltung Fachgruppen gebildet worden seien, erläutert Christopher Schmidt. Zu den Gesprächspartnern hätten dabei ganz unterschiedliche Akteure gezählt, beispielsweise Vertreter des Einzelhandels, der Polizei, der Wasserversorgung Sulinger Land, des Bauvereins oder auch des Aktionsbündnisses Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde. „Wir wollten ein breites Meinungsbild bekommen, deswegen haben wir sowohl Haupt- als auch Ehrenamtliche einbezogen“, ergänzt Wiebke Blohm, Leiterin des Teams Bauplanung und Bauordnung der Stadtverwaltung.

Nun würden als Kernbereich die Themen Siedlungsentwicklung und Wohnen verstärkt in den Blick genommen, begleitet von einer Bestandsaufnahme zu den übrigen Themen, sagt Schmidt. Konkret gehe es um die Entwicklung verschiedener Maßnahmen zur Wohnraumentwicklung mit langfristiger Perspektive. „Schwerpunkt ist allgemein Wohnen“, stellt Michelle Godon fest, „und aus den Gesprächen wissen wir, dass es vor allem am sozialen Wohnungsbau fehlt sowie am niedrigpreisigen Wohnraum für Paare mit ein oder zwei Kindern.“ Wohnungen für Senioren sowie hochpreisiger Wohnraum zur Renditeerzielung seien dagegen ausreichend vorhanden.

Mit der Verwaltung sei ermittelt worden, wie die aktuellen Planungen aussehen, führt Christopher Schmidt aus. „Flächen sind nicht unendlich vorhanden“, daher gehe es auch um Umnutzung leer gefallener Gebäude oder Flächen, Aufstockung und Verdichtung – das seien jedoch nur Einzelfalllösungen.

Der Masterplan solle für die Stadt eine freiwillige Selbstbindung sein, ähnlich wie das Einzelhandelsentwicklungs- oder das Vergnügungsstättenkonzept, erläutert Wiebke Blohm. Bis Ende des dritten Quartals werde der Entwurf von der Cima evaluiert und mit der Verwaltung diskutiert, dann dem Stadtrat vorgestellt. Zudem solle es noch eine Bürgerbeteiligung geben, Form und Zeitpunkt stünden noch nicht fest.

Vorschläge direkt auf die Wikimap setzen

Bereits verfügbar ist bereits die Wikimap zum Projekt, auf der dafür eingerichteten Internetseite (www.zukunft-sulingen.de): „Das ist eine richtig tolle Möglichkeit, direkt mit einem Marker konkrete Vorschläge zu benennen und sie ist rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche freigeschaltet“, wirbt Wiebke Blohm. Die Karte umfasse ausdrücklich nicht nur die Kernstadt, sondern auch die Ortschaften und die Nutzer könnten nicht nur Anregungen abgeben, sondern auch vorhandene Vorschläge mit einem Daumen nach oben oder unten bewerten und kommentieren. „Die Wikimap bietet unglaubliche Chancen, ohne Anträge ausfüllen zu müssen oder an die Öffnungszeiten des Rathauses gebunden zu sein.“

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