„Natur auf der Spur“

Grundschule Groß Lessen: Von Exkursionen bis Escape Room

Schulkinder zeigen ein Modell, das sie gefertigt haben.
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Die Klasse 4 der Grundschule Groß Lessen zeigt eins der aus Schuhkartons gefertigten Modelle der „Stockwerke“ des Waldes.

Groß Lessen – In veränderter Form erlebten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Groß Lessen ihre Projektwoche vom 20. bis 24. September: Aus der „Waldwoche“ wurde „Natur auf der Spur“.

Die „Waldwoche“ habe zum gewohnten Projektwochenkonzept der Schule mit vier jährlich wechselnden Themenbereichen gehört, berichtet Schulleiterin Maren Sieck-Oetker. In diesem Jahr, für die erste Projektwoche unter Corona-Bedingungen, sei das Thema jedoch mehr geöffnet worden: „So haben wir mehr Möglichkeiten und konnten das besser anpassen.“ Zu den Anpassungen habe etwa gehört, dass die Kinder nicht klassenübergreifend an Projekten arbeiteten, sondern in ihren gewohnten „Kohorten“ blieben.

Die Woche begann am Montag mit Projekten zu verschiedenen Themen in den Klassen: Eine habe sich mit Informationen rund um den Apfel beschäftigt und Apfelmus gekocht, Fragen zum Umweltschutz seien besprochen worden oder die einzelnen „Stockwerke“ des Waldes.

Unterstützung von verschiedenen Partnern

Am Dienstag ging es in das Waldpädagogikzentrum Hahnhorst in Schwaförden, wo die Gruppen zusammen mit den Waldpädagogen vier verschiedene Stationen erkundeten. Dabei ging es unter anderem darum, das Leben im Boden mit der Becherlupe zu bestimmen oder verschiedene Tiere und Pflanzen im Wald zu finden. Dorthin sei man „pandemiekonform“ mit zwei Bussen gefahren, so die Schulleiterin. Die Kosten für die Fahrt hätten der Förderverein „Macht mit“ der Grundschule sowie die Stiftung Naturschutz getragen, und die Stiftung habe auch den Beitrag für das Waldpädagogikzentrum übernommen.

An den drei übrigen Tagen arbeiteten die Schüler gruppenweise an verschiedenen Projekten. So konnten sie beispielsweise die besagten „Stockwerke“ des Waldes in Schuhkartons nachbauen, in einem Aquarium voller Schnecken die einzelnen Arten bestimmen und sie näher kennenlernen, sich mit dem Wolf beschäftigen oder verschiedene „Outdoor-Experimente“ durchführen – und dabei unter anderem lernen, wie sich Regenwürmer aus dem Boden locken lassen. Für die Klassen 3 und 4 gab es einen „Escape Room“, aus dem sich die Kinder mit ihrem Wissen über die Natur befreien konnten.

Das „Entdeckermobil“ der Jägerschaft Diepholz war an zwei Tagen vor Ort, betreut von Martin Möhlenpage .

An zwei Tagen war zudem, organisiert über den Förderverein, das kürzlich neu gestaltete „Entdeckermobil“ der Jägerschaft Diepholz vor Ort, das Martin Möhlenpage betreute. Es bietet keine ausgestopften Tiere mehr, sondern zeigt die unterschiedlichen Landschaftstypen Niedersachsens, vom Harz bis zum Meer. Unterstützt von Jägern des Hegerings Sulingen absolvierten die Schüler hier eine Quizrallye mit sieben Stationen zu den Bereichen Wald, Wild und Natur.

Für die vierte Klasse stand noch ein besonderer Ausflug auf dem Programm: Nachdem sie am Montag aus von Bethel im Norden vorbereiteten und vom Lions Club Sulinger Land gesponserten Bausätzen Nistkästen gebaut hatten, ging es am Donnerstag per Fahrrad ins Rathloser Gehege. Dort hängten sie die Kästen, unterstützt von Ralf Röhr und Henning Löhmann vom Lions Club, im Wald auf.

Kinder genossen die Abwechslung

Gemeinsam etwas zu machen und mal wieder anders zu arbeiten habe im Vordergrund gestanden, sagt Maren Sieck-Oetker: „Die Kinder haben es genossen aktiv zu sein, zu forschen und nicht nur vor Arbeitsblättern zu sitzen.“ Das bestätigen Schülerinnen und Schüler aus Klasse 4 auf Nachfrage: „Mir hat gefallen, dass wir die ,Stockwerke‘ gemacht haben und nach Hahnhorst gefahren sind“, so die zehnjährige Marlene aus Thiermann, „eigentlich hat mir fast alles gefallen, bis auf die Fahrradtour.“ Dem zehnjährigen Lukas aus Groß Lessen hat gefallen, dass die Klasse an zwei Tagen nicht in der Schule war – und keine Hausaufgaben hatte. Pia (neun Jahre alt) aus Lindern ist das Thema Wolf in Erinnerung geblieben: „Wir haben viel gelernt und einen Film darüber geguckt.“ Schön sei auch gewesen, dass sich die Kinder ihre Projekte selbst aussuchen durften. Die neunjährige Lina aus Sulingen fand dagegen das Bauen der Nistkästen toll, und auch Tiara (neun Jahre) aus Dahlskamp haben vor allem die handwerklichen Aufgaben begeistert: „Wir haben die Wurzelschicht im Wald gebastelt, das hat Spaß gemacht, und wir durften dafür beim Waldausflug Wurzeln und aus dem Schulgarten Samen mitnehmen.“

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