Sonnabend öffentliche Vorführung

Grundschüler in der Manege

Carmen Frank vom Zirkus Minimum bei den Proben mit Schülern der Grundschule Groß Lessen. - Foto: Schlotmann

Sulingen - Timon Albers, Dennis Sielaff und Lasse Fanslau halten mit ausgestreckten Armen Zeitungen in den Händen. Gegenüber nimmt David Roor mit der Peitsche Maß und schickt sich an, die Zeitungsseiten zu teilen. Dienstagmorgen auf dem Gelände der Kinderbetreuungseinrichtung „Wichtelgarten“ im Sulinger Westen: Schülerinnen und Schüler der Grundschule Groß Lessen trainieren mit den Artisten des Zirkusses Minimum aus Hannover.

Am Sonnabend, 30. April, stellen die Mädchen und Jungen dann während einer öffentlichen Vorstellung die Ergebnisse des Trainings vor. Beginn der Präsentation ist um 16 Uhr. Angewiesen werden die Kinder der ersten bis vierten Klassen durch Artistin Carmen Frank: „Die Idee, in Sulingen einen Mitmach-Zirkus anzubieten, ist während unseres Gastspiels hier im Herbst vergangenen Jahres entstanden. Karl-Heinz Jantzon hat uns gefragt, ob wir uns nicht vorstellen könnten, gemeinsam mit dem Verein Wichtelgarten ein entsprechendes Projekt in Angriff zu nehmen.“

Carmen Frank und Mitstreiter ließen sich nicht zweimal bitten, trainieren seit Montag und noch bis einschließlich Donnerstag mit den Kindern, bevor die Schülerinnen und Schüler dann am Sonnabend vor großem Publikum die Manege betreten.

Die sind mit Eifer bei der Sache: „Es macht Spaß“, sagt der achtjährige Morris Kolkmann, der sich in der Gruppe der Jongleure auf die Vorstellung für Verwandte und Bekannte vorbereitet. Er übt, mit einem Teller zu jonglieren. „Einfach ist das nicht“, erklärt der Zweitklässler.

Die Lehrkräfte der Grundschule Groß Lessen beobachten nicht nur das Geschehen in der Manege, sondern wirken auch als Statisten mit. Pädagogische Mitarbeiterin Gisela Post lässt sich fesseln, die Augen verbinden und an eine schon ziemlich eingekerbte Messerwand stellen. Dass sie diese nach wenigen Minuten unbeschadet verlassen kann, ist dem Geschick der Nachwuchs-Artisten im Umgang mit dem Wurfmesser zu verdanken.

„Mit Kindern zu arbeiten, ist immer wieder eine Herausforderung“, sagt Carmen Frank. „Aber auch solchen Aufgaben muss man sich stellen.“ Wird in dieser Woche vormittags mit Grundschülern trainiert, sind an den Nachmittagen die Angehörigen der Tagesgruppe vom Stephansstift aus Barenburg im Zirkuszelt zu Gast.

Am Sonntag, 1. Mai, einen Tag nach der Vorstellung der Grundschüler, tauchen die Hannoveraner wieder selbst in die Zirkuswelt ein. Ihre Vorstellung beginnt um 14 Uhr im beheizten Zelt südlich vom Wichtelgarten.

Der Zirkus mit Ursprüngen in Schweden, heute in der siebten Generation in Hannover beheimatet, bietet seinen Gästen ein 90-minütiges Programm mit Artisten, Clowns, Jonglage mit Pferden, Feuerspucker wie -schlucker und mehr.

oti

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