Bevölkerung in Sulingen zeigt sich überwiegend einsichtig

Die große Leere

Sulingen – Die Bilder aus den großen Städten sind erschreckend: Anstatt der Aufforderung zu folgen, sich nicht in größeren Gruppen zu bewegen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, werden „Coronapartys“ gefeiert und Menschen verstehen die Krise als zusätzlichen Urlaub. Anders jedoch die Lage im Sulinger Land – hier lassen sich keine Menschenansammlungen finden, und die Lange Straße in Sulingen weist kaum Verkehr auf.

Seit Donnerstag zeigt die Polizei verstärkt Präsenz und folgt damit der Anweisung des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius. In Sulingen habe man kaum größere Personengruppen angetroffen, berichtet Andrik Hackmann, Leiter Einsatz und Streifendienst des Polizeikommissariats Sulingen. „Wir gehen in die Parks und zu den Spielplätzen, überall dorthin, wo sich die Menschen üblicherweise treffen.“ Man spreche sie an, aber es gehe um Aufklärung, nicht um das Eintreiben von Bußgeldern, und die Betreffenden hätten alle Verständnis gezeigt. „Ansprechen – sensibilisieren – nach Hause schicken“: Das sei das Motto, und man werde auch in den kommenden Tagen darauf verstärkt ein Auge haben. „Wir als Polizei richten den Appell an die Menschen: Bleibt zuhause. Das ist das Einzige, was man machen kann, um eine Ausgangssperre zu vermeiden.“

Sehr erleichtert worden sei der Polizei die Arbeit auch durch Mitarbeiter der Sulinger Stadtverwaltung, insbesondere durch das Ordnungsamtteam um Nicole Kossinna, lobt Hackmann. Die Verwaltung habe viele Geschäfte, die nicht mehr öffnen dürfen, auf diesen Umstand aufmerksam gemacht.

Dabei handele es sich allerdings um einen Ausnahmefall, betont Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb. Für das Einhalten der vom Land Niedersachsen gemachten Vorgaben sei eigentlich der Landkreis zuständig, doch der könne das momentan nicht leisten. Daher habe man sich bereit erklärt, die Polizei im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu unterstützen. Diese Möglichkeiten sind allerdings – bedingt durch die Reaktionen auf die Pandemie – ebenfalls eingeschränkt: Man habe das Team des Rathauses in zwei Gruppen eingeteilt, erläutert der Bürgermeister. Die eine arbeite im Rathaus und die andere sei im Homeoffice; nach zwei Wochen tausche man. In den ersten Tagen habe es im Bürgerservice, vor allem bei der Kfz-Zulassung, ein paar Schwierigkeiten gegeben, aber man sei gut aufgestellt und habe jetzt organisatorisch alles im Griff. Aktuelle Informationen veröffentliche man dazu auf der Internetseite (www.sulingen.de). Rauschkolb: „Ich kann nur an jeden appellieren, sich an die getroffenen Maßnahmen zu halten.“

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