Anja Kuhlmann zieht positives Zwischenfazit

Große Bereitschaft zur Weiterentwicklung in den Sulinger Kindertagesstätten

Eine Frau steht vor einem Brunnen.
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Seit mehr als einem Jahr ist Anja Kuhlmann als pädagogische Fachberaterin für die Einrichtungen in der Stadt Sulingen tätig.

Sulingen – „Es kommt mir noch gar nicht so vor, dass ich schon anderthalb Jahre hier bin“, sagt Anja Kuhlmann. Seit dem 1. Mai 2020 ist sie bei der Sulinger Stadtverwaltung beschäftigt als pädagogische Fachberaterin für die Kinderbetreuungseinrichtungen.

Dabei habe sie anfangs Bedenken gehabt, wie sich in der Corona-Zeit Nähe zu den Einrichtungen herstellen lasse: „Ich brauche Präsenz, um eine Beziehung zu den pädagogischen Fachkräften aufbauen zu können, um auch strukturell arbeiten zu können.“ Über einen Gesetzestext lasse sich auch per Video sprechen, aber das eigne sich nicht für tief greifende Gespräche: „Ich arbeite gerne mit und unter den Menschen in den Einrichtungen.“ Unter den Auflagen habe man jedoch umdenken müssen, und „wir haben einen tollen Weg gefunden.“

In einer großen Gesprächsrunde sei geklärt worden, wie sich Nähe schaffen lasse und wie die Wünsche der Einrichtungsleitungen und der Verwaltung an die Fachberatung aussehen. So sei vereinbart worden, dass sie gestaffelt die Einrichtungen ohne Termin besuche, damit sie „ein Gefühl dafür bekomme, was anliegt und was die Mitarbeiter sich wünschen.“ Das Problem: Der Name Fachberatung sei nicht geschützt, und es gebe keine einheitliche Stellenbeschreibung. Bei dem von ihr abgeschlossenen Qualifizierungskurs zur Fachberaterin des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (Nifbe) sei auch deutlich geworden: „Es gibt nicht die eine Fachberatung, sondern Fachberatung ist das, was man daraus macht.“

Teams wollen sich weiterentwickeln

Inzwischen sei sie in Sulingen mehr in die Prozesse eingebunden: So sei sie etwa beteiligt an Personalgesprächen, sei involviert gewesen in die Einrichtung einer Außengruppe der Kita „Zauberland“ im „Wichtelgarten“ ober habe den Aufbau der „Sule-Racker“ miterlebt. Regelmäßig treffe sie sich mit den Leitungen, um in Fallbesprechungen Situationen mit Kindern, Eltern oder im Team mit pädagogischen Methoden aufzuarbeiten.

Ihre Arbeit werde aber durch die Umstände erleichtert, betont Anja Kuhlmann: Die Leitungen hätten lange um eine Fachberatung gekämpft, weil der Bildungsauftrag für Kitas immer komplexer werde und sie immer mehr Verwaltungsaufgaben übernehmen müssten. „Sie haben sich im Vorfeld schon ein genaues Bild gemacht, was sie sich von Fachberatung wünschen, und das merkt man bei der Arbeit.“ Die Einrichtungen seien sehr gut aufgestellt, und die Leitungen seien sehr motiviert, sich weiterzuentwickeln und Wissen in die Teams weiterzutragen. Die Bereitschaft, sich zu entwickeln, sei faszinierend, und sie erlebe eine „Das gehen wir an“-Kultur. Hilfreich sei auch, dass Bürgermeister Dirk Rauschkolb großes Interesse an der Anstellung gehabt habe, das sei ein Zeichen der Wertschätzung und ein „Türöffner“.

„Ich glaube, dass ich Fuß gefasst habe“, zieht Anja Kuhlmann ein Zwischenfazit ihrer Arbeit, „und ich habe noch viel vor.“

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