Groß Lessener Friedhelm Hartkamp führt Hilfstransport nach Litauen

Zum 19. Mal gen Osteuropa

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„Wir sammeln weiter Spenden“, sagt Friedhelm Hartkamp. Der Groß Lessener steckt inmitten der Vorbereitungen für einen weiteren Hilfstransport nach Osteuropa.

Sulingen - Ein acht Fuß breiter und 40 Fuß langer Container ist bereits voll gepackt bis unter das Dach. Dennoch: „Wir sammeln weiter Spenden“, sagt Friedhelm Hartkamp. Der Groß Lessener steckt inmitten der Vorbereitungen für einen weiteren Hilfstransport nach Osteuropa. „Der 19.“, sagt Hartkamp, „und der 15. nach Litauen.“ Ziel ist einmal mehr die Kleinstadt Sakiai im Bezirk Marijampole.

Gebrauchte Kleidung hat Hartkamp bereits zusammengetragen, Fahrräder, Spielzeug – und Schuhe auch. „Unter anderem Retour-Ware von Lloyd Shoes und neue Schuhe aus dem Bestand des ehemaligen Schuhhauses Plate in Kirchdorf. Alles Gegenstände, die von Hilfsbedürftigen in Sakiai und der Umgebung nachgefragt werden.“ Deren Bedarfe seien nicht aus der Luft gegriffen. „Wir stehen im ständigen Kontakt mit Pfarrer Virginijus Kelertas von der örtlichen Kirchengemeinde. Der weiß, was die Menschen tatsächlich brauchen.“

An Bord haben die Fahrzeuge des Hilfstransportes, der sich am Donnerstag, 12. November, von Sulingen aus in Richtung Osten in Bewegung setzt, dieses Mal auch Hilfsgüter für eine Senioreneinrichtung nahe Sakiai, deren Gebäude saniert werden. „Aus Heimstatt und vom ‚Haus am Suletal‘ in Sulingen haben wir Betten, Schränke und Bettwäsche bekommen. Das hilft den Menschen in Litauen weiter.“

Begleitet wird der Groß Lessener, wie bei vorherigen Transporten, von Jens Buscher und Torsten Breiter, die den Lkw steuern, den die Spedition Gerdes und Landwehr zur Verfügung stellt. Das erste Mal im Team ist Clemens Drewes aus Groß Lessen.

Hartkamp: „Sonst sind wir immer im Sommer gefahren. Das ging in diesem Jahr nicht; wegen Terminüberschneidungen.“ Jetzt müssten die Sachen weg. „Wir haben schon die ersten Spendenankündigungen für das kommende Jahr.“ Für 2016 sieht die Crew vor, unter anderem einen Schlepper samt Mulchgerät nach Litauen zu überführen. Den hatten, nachdem Friedhelm Hartkamp das 25 PS starke Gefährt bei Stade günstig erstanden hatte, Auszubildende der ExxonMobil in Voigtei in etwa 230 Arbeitsstunden wieder instand gesetzt. „Wir sind jetzt schon auf der Suche nach weiteren landwirtschaftlichen Gerätschaften. Für dieses Jahr nehmen wir gerne auch noch weitere Bekleidung, Fahrräder und – vor allem – Kinderfahrräder und Kinderspielzeug entgegen“, so Hartkamp (Tel. 0170/3313970).

Im vergangenen Jahr hatte die Gruppe neben einer kompletten Arztpraxis unter anderem auch zwei Paletten Putz und andere Baumaterialien nach Sakiai überfuhrt. Das zweite Unterkunftsgebäude auf dem Gelände des örtlichen Kinderheimes wurde zwischenzeitlich eingeweiht. Hartkamp: „Demnächst steht die Sanierung des ersten Gebäude an.“

Die Gerätschaften der Arztpraxis nutzen heute drei syrische Ärzte, die sich in Sakiai niedergelassen haben. „Deren Engagement ist Gold wert“, sagt Hartkamp mit Blick auf die eher spärliche ärztliche Versorgung in der Region.

oti

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