Elefant neben Bärenklaue

Graffiti-Projekt mit Flüchtlingen im SUN-Park an der Nienburger Straße

Graffiti-Projekt im SUN-Park: Klaas Mohrmann mit einigen der Ivorer, die in der benachbarten Flüchtlingsunterkunft leben und sich an dem Projekt beteiligen.

Sulingen - „Die Idee entstand schon im November letzten Jahres, allerdings hat es bis März gedauert, bis alles genehmigt war“, sagt Klaas Mohrmann. Mohrmann absolviert sein „Betheljahr“ im Sozialpsychiatrischen Tageszentrum TAFF von Bethel im Norden an der Nienburger Straße. Gemeinsam mit Flüchtlingsbetreuerin Janna Wolff hat er im SUN-Park ein Graffiti-Projekt ins Leben gerufen.

„Ich hatte die Aufgabe, im Rahmen meines Betheljahres ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen“, erklärt Mohrmann. „Nachdem ich Janna kennengelernt hatte, bin ich auch mit den Asylbewerbern in Kontakt gekommen. Wir haben dann gemeinsam das Projekt initiiert.“ Mittlerweile seien regelrechte Freundschaften zwischen Initiatoren und Projektteilnehmern entstanden.

Langes Warten auf die Genehmigung

Den zehn Ivorern zu erklären, worum es im Zuge des Projektes gehen soll, sei zunächst nicht einfach gewesen, erklärt Janna Wolff: „Das Wort ,Graffiti’ hat hier niemand gekannt – erst als wir von den ,bunten Bildern beim Bahnhof’ gesprochen haben, wussten alle, was gemeint war.“

Einmal angefangen, scheinen die Ivorer Gefallen an dem Projekt gefunden zu haben: Wörter wie „sehr gut“ oder „super“ fallen immer wieder.

Angefangen hätten sie mit „Trockenübungen“ zu Schriftbildern und Umgang mit der Spraydose, erklärt Wolff. „Die Mauer einer ehemaligen Werkhalle ist das Hauptprojekt. Da Graffiti zu sprühen aber grundsätzlich illegal ist, mussten wir auf die Genehmigung der Stadt und der Stadtentwicklungsgesellschaft warten.“

Symbol für das Miteinander von Sulingen und Elfenbeinküste

Ein Warten, das sich gelohnt habe: Der zunächst auf Papier gebannte Entwurf nahm nach und nach an der Gebäudemauer Form an. „Am Donnerstag haben wir mithilfe von Schablonen von 80 Zentimetern bis vier Metern Durchmesser angefangen, die Kreise für den Hintergrund an die Wand zu sprühen“, erklären Behrmann und Wolff. Ein schon nicht ganz einfaches Unterfangen: „Einen Vier-Meter-Kreis an der Wand festzuhalten ist schon kompliziert. Wir wurden allerdings noch von einem Regenschauer überrascht, der einige der Schablonen in Mitleidenschaft zog. Zum Glück waren wir mit denen größtenteils schon fertig.“

Im Zentrum des Bildes sollen am Ende der Schriftzug „Willkommen in Sulingen“ und zwei Motive stehen: Ein Elefant, der die Elfenbeinküste symbolisiert, kombiniert mit der Sulinger Bärenklaue.

Und auch ein Termin für die Fertigstellung des Werkes ist schon in Sicht: „Am Dienstag wollen wir das Werk beenden“, kündigen Klaas Mohrmann und Janna Wolff an. Eindrücke von der Arbeit wollen sich als erste dann Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb und Michael Hanke, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft, verschaffen. 

kh

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