Tierschützer freuen sich über Resonanz auf „Tag der offenen Tür“ im Tierheim Lindern

Görges: „Immer mehr junge Leute helfen“

Aus dem Tierheim Lindern aufgenommen hat Renate Rawolle vor anderthalb Jahren ihre Hündin Lilly. Foto: Knoop

Lindern – „Sehr viele Besucher mit bekannten Tieren,“ freute sich Marita Görges, Vorsitzende des Tierschutzvereins Sulingen und Umgebung: Das Team und die Ehrenamtlichen empfingen am Pfingstsonntag, traditionsgemäß, Interessierte zum „Tag der offenen Tür“ im Tierheim Lindern. Besucher aus dem Sulinger Land nutzten die Möglichkeit, die Schützlinge kennenzulernen und es sich bei Kaffee und Kuchen gemütlich zu machen. Man konnte bei einer Tombola sein Glück versuchen und für kleine Gäste stand eine Hüpfburg bereit. Abgerundet hat den „Tag der offenen Tür“ ein Auftritt des Sulinger Kinderchores „Die lustigen Noten“ am Nachmittag.

Eines der „bekannten Tiere“, die zu Besuch nach Lindern zurückkehrten, war Lilly. Ihre jetzige Besitzerin, Renate Rawolle, hatte die Hündin aus dem Tierheim vor eineinhalb Jahren aufgenommen. „Sie ist mir sofort entgegengelaufen“, erinnert sie sich. „Ich sage immer, dass sie mich ausgesucht hat und nicht ich sie...“ Nach regelmäßigen Besuchen habe sie die Hündin mit nach Hause genommen. „Ein sehr sozialer und gesunder Hund“, lobt Renate Rawolle Lilly – nur gegenüber Handwerkern sei sie noch etwas „zurückhaltend“.

Die Resonanz der Gäste sei sehr positiv, sagte Marita Görges. Über 20 ehrenamtliche Helfer unterstützten sie beim „Tag der offenen Tür“ – besonders freue sie sich, dass „immer mehr junge Leute helfen“. Unterstützung, die nicht auf die Veranstaltung beschränkt ist: Eine „Waschstraße für Tiere“ sei in Arbeit, Pflasterarbeiten sollen demnächst erfolgen und ein Gartenhaus für Katzen sei in Planung, nennt die Tierheimleiterin Beispiele. „Die Instandhaltung ist aber auch nicht zu unterschätzen.“ Eines der Projekte der Vergangenheit seien die Außengehege für Katzen gewesen. Tierärztin Christine Lund, die einmal die Woche die Tiere im Tierheim untersucht, lobt die Anlage: „Die Katzen sind viel munterer und gesünder.“ Die Tierärztin erklärt, sie wisse die Arbeit von Marita Görges sehr zu schätzen, sie stelle „viel auf die Beine“ mit Aktionen und der Akquise von Futterspenden. Besonders hebt Lund hervor, dass die Linderner Einrichtung eine „schwarze Null“ habe – „als eine von wenigen Tierheimen.“ Und: „Die Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt Diepholz nimmt zu.“ Hunde aus der Region, aus schlechter Haltung, von überforderten Besitzern, kämen zunehmend in das Tierheim. Glücklicherweise „haben wir sehr hohe Vermittlungsraten, besonders bei den Katzen“, berichtet Marita Görges.

Für eine kommende Veranstaltung gibt sie einen Ausblick: „Im September wird es erneut einen Sponsorenlauf am Stadtsee geben.“  skn

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