Globetrotter Reinhard Pantke macht am Montag Station in Sulingen

Unterwegs per Rad auf Island

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Islandpferde sind behutsame morgendliche „Wecker“.

Sulingen - Gerade erst ist Globetrotter Reinhard Pantke von seiner letzten Tour zurück – und wird diese Eindrücke, frisch erworben beim radeln auf Island, mit seinem Sulinger Publikum teilen. Pantke zeigt seine neue digitale Diaschau am Montag, 16. November, um 19 Uhr in der Alten Bürgermeisterei. Natürlich hat er ganze Gepäcktaschen voller Tipps parat. Die Fragen stellte Sylvia Wendt.

Radeln auf Island – gibt's da überhaupt Radwege?

Reinhard Pantke: Nein, Radwege gibt es nur in der Hauptstadt Reykjavik. Die Verkehrsströme sind relativ gering, auch wenn die Besucherzahlen stark angezogen haben. Sobald man von der Ringstraße abweicht, kann man ja in Gegenden radeln, wo einem kaum Autos begegnen.

Und der Wind?

Pantke: ...ist immer die große Unbekannte und kann jede Planung zunichte machen. Ich bin vor vielen Jahren 80 Kilometer in 100 Minuten auf flacher Strecke gefahren, mit Rückenwind natürlich. An manchen Tagen kann es sein, dass man sein Rad besser schiebt – in Island gibt es kaum Bäume und Windschutz.

Normales Rad oder doch lieber Mountainbike?

Pantke: Solange man auf der Ringstraße bleibt, ist ein normales 28er Rad in Ordnung. Wer ins Hochland oder in die Westfjorde will, sollte lieber ein MTB haben.

Welcher Monat eignet sich für Radreisen auf Island?

Pantke: Einen Monat besonders hervorheben möchte ich nicht. Die meisten Besucher sind wohl im Juli und August da, da ist das Wetter am besten, die Hochlandpisten sind geöffnet. Aber: Eben weil die meisten Besucher da sind wird voll. Grundsätzlich geht die Hauptsaison von Anfang Juni bis Anfang/Mitte September. Im Juni kann es noch frisch werden, in manchen Jahren ist die Schneeschmelze noch nicht beendet. Wer nicht per Fahrrad unterwegs sein will, kann Island im Winter bereisen.

Die beeindruckende Natur Islands kennt viele Höhepunkte. Deine Top Five?

Pantke: Da könnte ich viele Plätze nennen. Mich haben die Westfjorde mit ihren wunderbaren Stränden und den riesigen Klippenlandschaften beeindruckt, auch die Gletscherlagune Jokulsarlon und die Umgebung des Myvatn. Allgemein gesagt: die Weiten, die Offenheit der Menschen und die unglaubliche Klarheit der Luft, die jedes Detail sichtbar macht.

Gab es ein lustiges Erlebnis?

Pantke: Mitten in der Nacht aufwachen, sich über merkwürdige Geräusche wundern und feststellen, dass rundum eine kleine Pferdeherde friedlich grast.

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