Ehrenburger Ferienspiele: Beim Zelten am Hartensbergsee gehts diesmal beengter zu

Gemeinschaft ist Programm

Vincent, Marek und Louis gehen mit dem Kescher auf Beutezug.

Goldenstedt/Ehrenburg - Ein zwei Zentimeter langer Weißfisch war die einzige „Beute“ von Vincent, Marek und Louis, die am See am Dienstagmorgen mit dem Kescher auf Beutezug gegangen waren. „Den lassen wir aber wieder frei – für die Bratpfanne ist er zu klein“, erklärte Marek. Im und am Wasser herumzustrolchen ist eine der Lieblingsbeschäftigungen der Kinder aus Ehrenburg und „umzu“, die im Rahmen der Ferienspiele fünf Tage Strandurlaub am Hartensbergsee genießen.

Zum 27. Mal ist die Freizeit auf dem Zeltplatz Huntetal in Goldenstedt Bestandteil des Ehrenburger Ferienprogramms. Die Organisatoren konnten 80 Mitfahrer begeistern, unter ihnen rund ein Drittel Erwachsene. Traditionell nutzen allein reisende Kinder, aber auch ganze Familien die Gelegenheit zu einer Urlaubsreise in großer Gesellschaft.

„Eigentlich ist alles wie immer“, sagen Kuddel und Bärbel Imholze, die das Team der Organisatoren seit 26 Jahren unterstützen – damals als Teilnehmer mit eigenen kleinen Kindern, heute in Begleitung von Tochter Nina und Familie. Enkel Tom zählt inzwischen schon zu den „Großen“. Wilfried „Molli“ Moll gehört seit 24 Jahren zum „lebenden Inventar“. „Der Zusammenhalt ist einfach schön“, sagt er. Eine Woche seines Sommerurlaubs hat er für Goldenstedt fest eingeplant.

Langeweile? Keine Chance, der Hartensbergsee und der Campingplatz sind die ideale „Spielwiese“. - Fotos: Kurth-Schumacher

Stefan und Daniela Renzelmann, Cheforganisatoren der fünftägigen Freizeit, freuen sich über das Engagement der vielen langjährigen, zuverlässigen Mitstreiter. „Wir machen ein paar Angebote, haben aber kein festes Programm“, erklären sie zum Ablauf. Zu den beliebten „Klassikern“ gehören Volleyball, eine Rallye um den See, eine Nachwanderung und die Stunden am Lagerfeuer mit Stockbrotbacken. Langeweile kommt unter den Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen zwei und 18 Jahren nicht auf. Die Gemeinschaft ist Programm. Wen wundert es da, dass drei „Camper“ ihren Geburtstag nicht zu Hause, sondern in großer Runde auf dem Zeltplatz feiern – Ständchen und Geburtstagskuchen inklusive.

Die gemischte Altersstruktur der Teilnehmer hat sich bewährt. Jeder findet jemanden in seinem Alter, der Lust auf Wasser-, Strand- oder Brettspiele hat. Auch die täglichen Aufräum-, Abwasch- und Kochaktionen werden Hand in Hand erledigt.

Einziger Wermutstropfen in diesem Jahr: Die Rahmenbedingungen haben sich deutlich verschlechtert. Die Ehrenburger müssen ihren Zeltplatz mit einer anderen Gruppe teilen. „Wir sind verärgert, lassen uns aber trotzdem den Spaß nicht verderben“, sagte Daniela Renzelmann. Und auch wenn die Situation im Vergleich zu den Vorjahren relativ beengt ist, sind Tagesbesucher aus der Heimat und ehemalige „Ferienspieler“, die für ein paar Stunden Camping-Atmosphäre genießen wollen, gern gesehen. Am Freitag brechen die Urlauber ihre Zelte wieder ab. 

mks

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