Am Rand des Informa-Geländes

Kulturzentrum: Gemeinde gibt Pläne auf

Blick auf die Fläche am Rand des Informa-Geländes: Die „Türkisch Islamische Gemeinde zu Sulingen“ stellt die Planungen ein.

Sulingen - Die „Türkisch Islamische Gemeinde zu Sulingen“, Mitglied im Dachverband DITIB, nimmt Abstand von den Ursprungsplanungen, im Sanierungsgebiet Sulingen Nord ein Grundstück zu erwerben. Die Gemeinde hatte angedacht, am nördlichen Rand des Informa-Geländes am Hasseler Weg ein Kulturzentrum zu errichten (wir berichteten). Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb teilte zu Beginn der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bau, Ordnung und Verkehr am Mittwoch im Rathaus mit, dass die Gemeinde den Antrag zurückgenommen habe. Der Ausschuss hätte im Verlauf der Zusammenkunft über das Kaufansinnen beraten sollen.

Rauschkolb sprach in der öffentlichen Sitzung von einer „Moschee oder einem Gebetsraum“, der auf Fläche im Sanierungsgebiet hätte entstehen sollen. Befürchtungen, dass DITIP im Mittelzentrum ein überregionales Konferenzzentrum plant, wies er zurück. „Dieser Vorgang zog sich schon über mehrere Monate hin. Die Gemeinde hatte den Wunsch nach einem Grundstück für einen Neubau geäußert. Wir haben daraufhin die bis jetzt zur Diskussion stehende Fläche angeboten.“ Nicht die „Türkisch Islamische Gemeinde zu Sulingen“ habe eine Fläche von 7 900 Quadratmetern Größe angefragt. „Das war unser Angebot“, unterstrich der Bürgermeister. Insbesondere die Größe der Fläche hatte in jüngster Vergangenheit in der Öffentlichkeit für Diskussionen gesorgt und Raum für Spekulationen gelassen.

Laut Rauschkolb hatte die Gemeinde den Antrag nach einem Gespräch Anfang vergangener Woche zurückgenommen, an dem neben Gemeindevertretern und dem Bürgermeister mit Michael Harimech, Gunter Koop und Matthias Wendland auch die drei stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Sulingen teilgenommen hatten. „Wir haben in dem Gespräch deutlich gemacht, dass wir es vor dem Hintergrund der politischen Großwetterlage zum heutigen Zeitpunkt für unglücklich halten, den Kaufvertrag zu vollziehen.“ Erörtert worden seien in dem Treffen auch Möglichkeiten der Weiterentwicklung der Gemeinde am Standort Lindenstraße. Rauschkolb: „Fakt ist, dass sich das Vorhaben im Sanierungsgebiet erledigt hat.“ 

oti

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