Gefahrenquellen vermeiden

Landwirtschaft: Seminar „Alles sicher?“ in Wagenfeld-Ströhen

Wieviel dürfen Trecker, Mähdrescher und Co. samt Ladung im Straßenverkehr auf die Waage bringen – und wie sichere ich Ladung richtig ab? Zwei Fragen, die jetzt bei dem Seminar „Alles sicher? Landwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr“ geklärt wurden.

Sulingen - Wieviel dürfen Trecker, Mähdrescher und Co. samt Ladung im Straßenverkehr maximal auf die Waage bringen – und wie sichere ich diese Ladung eigentlich richtig ab? Nur zwei von vielen Fragen, die jetzt bei dem Seminar „Alles sicher? Landwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr“ geklärt wurden. Denn jeder Praktiker weiß, die Vorschriften sind umfangreich und nicht immer gleich zu verstehen.

Bereits zum vierten Mal hatten die Mitarbeiter des Kreisverbandes Diepholz im Niedersächsischen Landvolk mit Sitz in Sulingen zum Verkehrssicherheitsseminar gebeten. Veranstaltungsort war das Gelände des Lohnunternehmens Henke in Wagenfeld-Ströhen. Teilnehmer waren rund 50 Interessierte aus der Landwirtschaft, darunter Landwirte, Betriebshelfer und Angestellte landwirtschaftlicher Lohnunternehmen genauso wie landwirtschaftliche Auszubildende vom Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup in Sulingen.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Verkehrswacht und der Polizeiinspektion Diepholz bot der Berufsverband mehr als vier Stunden Theorie und Praxis plus Austausch.

Diskussion über Gefahrensituationen

Moderatoren des Seminars waren der für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge ausgebildete Schulungsleiter Michael Krabbe, sein Verkehrswacht-Kollege und Fahrlehrer Michael Pagel sowie die Polizisten Wolfgang Rehling, Carsten Remmers sowie Frank Korte.

Zunächst beschäftigten sich die Teilnehmer eingehend mit der Theorie. Auf eigenen Wunsch erfuhren sie mehr über die laut Straßenverkehrsordnung zulässigen Fahrzeugabmessungen, über Unternehmerpflichten sowie die richtige Ladungssicherung. Des Weiteren diskutierten sie mit Verkehrswacht und Polizei ausführlich über mögliche Gefahrensituationen sowie die Vermeidung potenzieller Gefahrenquellen. Remmers, Rehling und Korte wiesen in diesem Zusammenhang eindrücklich darauf hin, dass es der Polizei nicht daran gelegen sei, jemanden – hier insbesondere die Landwirte – zu schikanieren. „Fragt uns gerne, wir helfen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist“, so Carsten Remmers. Er und seine Kollegen würden sogar zu den Höfen rausfahren, um mögliche Unklarheiten zu beseitigen.

Tipps und Ratschläge

Im Anschluss folgte der Praxisteil mit dem Erkunden möglicher toter Winkel am landwirtschaftlichen Gespann, dem Sichern von beweglicher Ladung, dem richtige Einstellen des Schleppersitzes und dem Ausstatten von Maschinen und Anhängern mit zusätzlicher Sicherheitstechnik wie Lampen, Reflektoren und Frontunterfahrschutz. Anhand von Bremsversuchen aus 25 und 40 Stundenkilometern wurde zudem der im Vergleich zu anderen Fahrzeugen weitaus geringere Bremsweg eines Schleppers verdeutlicht.

Tipps und Ratschläge gab es am Freitag, dem zweiten Seminartag, zusätzlich von Angela Klocke, Annelie Genge und Diane Wagenfeld vom Landkreis Diepholz Sie sind Ansprechpartner für Straßenverkehr, insbesondere für Genehmigungen. Diese waren es auch, die besonders viel Gesprächsstoff mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern boten. Gilt die angehängte Pflanzenschutzspritze als Arbeitsgerät? Welche Kennzeichnungspflicht gilt? Welche Genehmigungsfristen gibt es und wie unterscheiden sie sich? Wer darf mit Rundumleuchten fahren? Dies waren nur einige der Fragen im Seminarraum und an den Maschinen.

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