„Gartenkultur-Musikfestival“: Eröffnung der Feierlichkeiten auf dem „KunstHof“ in Bockhorn mit Bremer Quartett

Mit der Flöte „quer Beet“ durch Jahrhunderte

Das Blockflöten-Ensemble des Bremer Doms – Ursula Bederke, Martina Bley, Angelika Köhn und Ulrike Pertritzki – hatte sich mit seinem Programm „Hortus musicus“ (Musikalischer Garten) voll und ganz auf den Anlass eingestellt.
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Das Blockflöten-Ensemble des Bremer Doms – Ursula Bederke, Martina Bley, Angelika Köhn und Ulrike Pertritzki – hatte sich mit seinem Programm „Hortus musicus“ (Musikalischer Garten) voll und ganz auf den Anlass eingestellt.

Bockhorn - „Blockflöte ist out? Das fanden wir nicht“, sagt Bernd Neumann bei der Begrüßung der 60 Gäste, die sich am Freitagabend zum Konzert des Bremer Blockflötenquartetts auf der Diele des „KunstHofs“ eingefunden hatten. „Wir haben schon oft am ‚Gartenkultur-Musikfestival‘ in der Nordwest-Region teilgenommen, aber dieser Abend ist auch für uns etwas Besonderes“, ergänzte Anne Heinz.

Das Konzert war Auftakt einer Veranstaltungsreihe zum Doppel-Jubiläum: Die Hofstelle Bockhorn 2b ist 300 Jahre alt, vor zehn Jahren gründeten Bernd Neumann und Anne Heinz hier den „KunstHof“. In immer größer werdender Zahl nehmen die Gäste die kulturellen Angebote in dem außergewöhnlichen Ambiente des Hauses wahr.

Das Blockflöten-Ensemble des Bremer Doms – Ursula Bederke, Martina Bley, Angelika Köhn und Ulrike Pertritzki – hatte sich mit seinem Programm „Hortus musicus“ (Musikalischer Garten) voll und ganz auf den Anlass eingestellt. „Wir spielen uns ‚quer Beet‘ durch die Jahrhunderte und die Musikrichtungen“, erklärte Martina Bley, nicht zuletzt sei das Repertoire eine Verneigung vor dem Gebäude und dem Garten des „KunstHofes“.

Die Flötistinnen, die ihr Repertoire im ersten Teil auf Nachbauten von originalen Renaissanceinstrumenten vortrugen (Martina Bley: „Durch die weite Austrittsöffnung sind sie in den Tiefen voluminöser, in den Höhen zickiger“), beeindruckten durch Vielseitigkeit, Virtuosität und Spielfreude. Das Quartett schlug den Bogen von einem einstimmigen Sommerkanon aus dem 13. Jahrhundert über Flämische Danserye (1551) bis zum zeitgenössischen Kompositionen von Agnes Dorwarth. Eines der vielen Höhepunkte des Konzerts war ihre Interpretation von drei brandenburgischen Konzerten (Johann Sebastian Bach). Auf der Grundlage eines Arrangements für drei Geigen, drei Bratschen, drei Viola da gamba und Kontrabass hatten die Musikerinnen das Werk für vier Blockflöten in Töne gesetzt.

„Da ich Puck und ehrlich bin, nehmen wir euren Dank jetzt hin, wenn wir bösen Schlangenzischen damit glücklich könn' entwischen. Sonst will Puck ein Lügner sein! Nun gut Nacht! – Doch haltet ein: Klatscht erst Beifall unserm Stück! Dann bringt Puck euch nichts als Glück“, zitierte Martina Bley am Ende des ersten Konzertteils aus dem Sommernachtstraum von William Shakespeare, Grundlage der Oper von Henry Purcell „The Fairy Queen“ (1692), aus der das Quartett fünf Sätze zu Gehör brachte.

Das Publikum hielt sich mit Beifall nicht zurück. Auch die Musikerinnen zeigten sich beeindruckt. In so einem Rahmen hätten sie noch nie gespielt, hieß es. „Im Bremer Dom klingt der Ton noch am nächsten Tag nach. Hier ist kaum Nachhall, aber der Klang ist toll.“

mks

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