Gäste spenden bei Benefizkonzert von „Blau Wahl“ großzügig Beifall und Bares

Sogar Stehplätze knapp

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Das Finale bestritten alle musikalischen Akteure des Abends gemeinsam mit einer „Welturaufführung“.

Sulingen - Zum „grande finale“ des ebenso bunten wie unterhaltsamen Benefizkonzerts standen alle Akteure gemeinsam auf der Bühne: „Die Arrested Amtsbrüder“ Rainer Wölk und Uli Preuß, die Blau Wahl Band und die „Schmalver Buddelschipper“. Die Gäste spendeten großzügig Beifall und Bares: 1126,50 Euro landeten im „Hut“ der Interessenvertretung psychisch kranker Menschen.

Rainer Wölk, Vorsitzender des Vereins „Blau Wahl“, zeigte sich begeistert von der „vollen Hütte“: Neben den 130 Sitzplätzen waren (fast) alle Stehplätze in der Alten Bürgermeisterei in Sulingen besetzt. Wölk dankte allen Sponsoren und den musikalischen Gästen, die sich unentgeltlich in den Dienst der guten Sache stellten: „Die Spenden kommen in vollem Umfang dem Verein zur Verfügung, sie sind traditionsgemäß für die Gestaltung der Nikolausfeier und die Finanzierung eines gemeinsamen Essens am Heiligen Abend in der Begegnungsstätte TAFF bestimmt.“

Nach seinem Begrüßungslied machte Uli Preuß (Klavier), der sich im Laufe des Abends immer wieder als Ton- und Textakrobat erwies, zusammen mit seinem kongenialen „Amtsbruder“ Rainer Wölk (Gesang, Gitarre, Geige und Kazoo) den Auftakt des Programms mit Balladen und sozialkritischen Songs. Im Anschluss war das Duo professioneller Begleiter der Blau Wahl Band „Einfach anders“. Der Name der Band ist Programm: Brigitte Hauschild, Gerda Kotrade, Birgit Middendorf und Udo Nedilka stifteten gute Laune mit inbrünstig präsentierten Schmachtfetzen von „Ich habe Ehrfurcht vor schneeweißen Haaren“ (Camillo Felgen) bis „Wir zwei fahren irgendwo hin“ (Peter Rubin).

Die „Buddelschippers“ vom Schmalfördener Kuhbach um Kapitän Inge Nickel boten im zweiten Teil Lieder von der Waterkant in einer Mischung aus Seemannsliedern, Volksliedern im Hans- Albers-Format und Original-Shantys. Mit 16 Mann Besatzung, Akkordeon, Mandoline, zwei Mundharmonikas, zwei Gitarren, einem Teekistenbass, einem Tenorhorn und einer Schiffsglocke war ihr Boot voll besetzt. Mutige Solisten, ein vierstimmiger Background-Chor und wechselnde Instrumentierung sorgten für ein anspruchsvolles Programm.

Ob Arbeitssongs („Donkey-Riding“), Balladen („I am sailing“), Klassiker („Auf der Reeperbahn“), Seeräuber-Lieder („De blawe Flagg“) oder Shantys aus Norwegen („Jamboree“): Das Publikum war in Schunkel- und Mitsing-Stimmung und rief am Ende unüberhörbar nach mehr. Bei der letzten Zugabe – „What shall we do with the drunken sailor“ – waren sowohl Bühnenkünstler als auch Zuhörer völlig aus dem Häuschen.

Das Konzert endete mit einer „Welturaufführung“: „Schluss aus, vorbei“, sangen alle Beteiligten nach der Melodie der Kölschrock-Band BAP, die Uli Preuß mit einem neuen Text versehen hatte – eine Hymne auf die Sulestadt, die Preuß als „perspektivisches, vergangenheitsorientiertes Heimatlied mit psychotherapeutischer Wirkung“ angekündigt hatte. Seiner Einschätzung schlossen sich Gäste und Gastgeber an: „Es war ein wunderbarer Abend.“

mks

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