Gäste „offen und interessiert“ in Bockhorn

„HöfeTour“: Familien Ohrdes und Mohrmann stellen Betriebe vor

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Besuch im Kuhstall auf dem Hof Ohrdes

Sulingen - Rund die Hälfte der Gäste, die für den Konzertabend auf dem „KunstHof Bockhorn“ eine Eintrittskarte erworben hatte, stellte sich schon am Nachmittag in Bockhorn ein. Anne Heinz und Bernd Neumann hatten ihre Nachbarn dafür gewinnen können, über die heutigen Produktionsbedingungen in der Landwirtschaft zu informieren.

Im Rahmen der Bockhorner „HöfeTour“ öffneten die landwirtschaftlichen Betriebe Ohrdes und Mohrmann ihre Türen. Rinderspezialberater Ernst Kreiselmeier, Bernd, Waltraud und Rena Ohrdes erklärten Melkroboter, die Fütterung der Kühe und die Weidehaltung, Sören Mohrmann führte die Besucher auf Mais-, Kartoffel- und Getreideäcker.

Landwirte wollen Bild „geraderücken“, welches durch Medien entsteht

Die Landwirte freuen sich grundsätzlich über das Interesse der Öffentlichkeit, betonte Sören Mohrmann: „Die Leute beziehen ihr Wissen über die Landwirtschaft in der Regel aus den Medien. Heute können wir einiges geraderücken.“ Auf dem Hof Ohrdes erhielten die 25 Gäste, die in drei Gruppen aufgeteilt waren, unter anderem Einblick in die Fütterung. Eine Kuh gibt täglich rund 32 Liter Milch, sie frisst 51,5 Kilogramm Futter – eine ausgewogene Mischung aus Silage, Kraftfutter, Mineralstoffen und Stroh – und trinkt 90 Liter Wasser. Der Boden des hochmodernen Boxenlaufstalls wird stündlich per Roboter gereinigt, für maximalen Kuhkomfort sorgt unter anderem eine Beregnungsanlage.

Das Melken übernimmt ein Roboter. Doris Meder war gleichermaßen überrascht und beeindruckt von der heutigen Milchproduktion: „Ich habe als Flüchtlingskind sechs Jahre auf einem Bauernhof gelebt. Da hat man noch per Hand gemolken...“ Die Landwirte stellten sich fachlichen Fragen und Diskussionen über agrarpolitische Rahmenbedingungen. „Bei den Besuchermassen am Tag des offenen Hofes ist ein Dialog nicht möglich. Heute lief das sehr gut“, sagte Waltraud Ohrdes.

Gäste loben Blick über den Tellerrand

Diese Erfahrung machte auch Sören Mohrmann: „Die Leute waren offen und interessiert. Wir sind über viele Themen ins Gespräch gekommen.“ Der junge Landwirt nutzte unter anderem die Gelegenheit, den Städtern zu erzählen, dass der Mais viel besser ist als sein Ruf.

Bodo Schumacher aus Herford, Stammgast der Veranstaltungen auf dem KunstHof, lobte die „interessante Kombi“ von Agrar und Kultur. Als Vater eines Bio-Gemüsebauern hatte er einen besonderes kritischen Blick auf die Landwirte vor Ort. Sein Resümee fiel positiv aus: „Das sind familiengeführte Betriebe, von der Größe her voll in Ordnung.“ Darüber hinaus habe er auf alle Fragen Top-Antworten bekommen. Sein Eindruck sei, dass man hierzulande „über den Tellerrand“ schaut.

mks

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