Fusion: DEHOGA-Verband Sulingen gibt grünes Licht für Sondierungsgespräche

Flirt mit den Nachbarn

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Führen den Kreisverband Altkreis Sulingen im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband in die Sondierungsgepräche mit den Nachbarn aus Diepholz: Carsten Bosse, Dörte Knake, Heinfried Maschmann und Wilhelm Nordloh (von links).

Sulingen - Die Mitglieder des Kreisverbandes Altkreis Sulingen im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) liebäugeln mit einem Zusammenschluss mit den Nachbarn des Kreisverbandes Grafschaft Diepholz. Während der Hauptversammlung am Montag beauftragten die Mitglieder den Vorstand, entsprechende Sondierungsgespräche zu führen. 18 Mitglieder stimmten dafür, zwei dagegen. Laut Vorstandsmitglied Dörte Knake sei bereits für April ein erstes Treffen anberaumt.

Tagungsort war am Montag „Störmers Gasthaus“ in Ströhen. Vorsitzender Wilhelm Nordloh leitete die Sitzung. Den Kreisverband Grafschaft Diepholz vertraten Horst Finke, Guido Sandering und Albert Wiedemann. Sie warben vor den Sulinger Kollegen für den Zusammenschluss, sprachen von einer „höheren Durchschlagskraft“, die die Gastronome in der Öffentlichkeit erreichen könnten und der Schaffung von Synergien, speziell durch die Verlagerung von Aufgaben auf mehrere Schultern. Die Vertreter des Nachbar-Verbandes jonglierten mit Slogans wie „Viele erfolgreiche Gastronome bringen viele Gäste“ oder auch „Zukunftsgastronomie statt Altersgruppe”. Und: „Der Landesverband kämpft für uns alle, muss also auch durch uns gestützt werden.“

Wilhelm Nordloh hatte eingangs in seinem Jahresbericht die Problemfelder skizziert, die die Mitglieder beschäftigen. Den Mindestlohn bezeichnete der Vorsitzende als „nichts anderes, wie eine staatliche Maßnahme zur Eintreibung von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen.“ Nordloh: „Wenn es dem Gesetzgeber wirklich um das Wohl der Arbeitnehmer gehen würde, hätte eine Festschreibung des Mindestlohns völlig ausgereicht.“ Der festgelegte Einzelstundennachweis ziehe einen nicht unerheblichen Verwaltungsaufwand nach sich. „Die Regelungen zur Arbeitszeiterfassung gehören ganz schnell auf den Prüfstand und müssen an die Anforderungen der Realität angepasst werden.“

Nordloh haderte genauso mit der Gebührenpflicht für Hygieneüberprüfungen. Niedersachsen habe als erstes Bundesland eine Gebührenpflicht eingeführt. „Wie viel Bürokratie und Abzocke will der Staat unseren Betrieben noch zumuten? Wir entwickeln uns immer mehr zu einem Kontrollstaat.“

Der Vorsitzende warnte vor den Folgen: „Welches Unternehmerkind ist bei dieser Entwicklung noch bereit, den elterlichen Betrieb zu übernehmen?“

Während der Versammlung in Ströhen standen unter anderem auch Neuwahlen zum Vorstand an. Veränderungen blieben aus. Vorsitzender bleibt Wilhelm Nordloh, Stellvertreter Heinfried Maschmann. Als Schriftführerin bestätigten die Mitglieder Dörte Knake und als Kassenwart Carsten Bosse.

Eröffnet worden war das Treffen mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken. Nach dem offiziellen Teil besichtigten die Mitglieder die Firma Friedrich Lütvogt Auburg Quelle.

oti

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