Vorbereitungspaket empfohlen

„Fusion“ der Abwasserbetriebe

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Die zentrale Rolle bei der Abwasseraufbereitung im Sulinger Land wird, geht es nach den Plänen der des Zweckverbandes, künftig das Sulinger Klärwerk spielen, wo ein Faulturm mit Blockheizkraftwerk die Klärschlammmenge und Energiekosten reduzieren soll.

Sulingen - Für die von der Wasserversorgung Sulinger Land anvisierte „Fusion“ der Abwasserbetriebe der Stadt Sulingen und der Samtgemeinden Schwaförden und Kirchdorf, die bislang unter dem Dach des kommunalen Zweckverbandes als eigenständige Betriebe geführt werden, ist jetzt grünes Licht seitens Politik in den Mitgliedskommunen gefragt.

Am Montagabend stand ein empfehlendes Votum auf der Tagesordnung des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen des Sulinger Stadtrates. „Der Beschluss, den wir hier vorbereiten, hat schon erhebliche Tragweite“, stellte Bürgermeister Dirk Rauschkolb fest. 

Die Umstrukturierung des Abwasserbereichs sei kein Muss – es gehe um den Willen, ihn zukunftsfähig zu gestalten und einheitliche Bedingungen im Sulinger Land zu schaffen, aber auch um den Solidargedanken. Rauschkolb brachte in diesem Zusammenhang den Wunsch zum Ausdruck, dass auch die Samtgemeinde Siedenburg ihren Abwasserbetrieb in den Zweckverband eingliedert.

Eigenkapitalquote von 20 Prozent gefordert

Der von den drei Hauptverwaltungsbeamten abgestimmte Beschlussvorschlag für die Verbandsversammlung der Wasserversorgung Sulinger Land umfasst mehrere Aspekte, die die Einrichtung des gemeinsamen Schmutzwasserbetriebes vorbereiten. Zum einen wird die Eigenkapitalquote auf 20 Prozent festgelegt. 

Die Samtgemeinde Schwaförden liegt derzeit bei rund 15 Prozent, müsste also aufstocken, bei Kirchdorf sind es rund 21 Prozent. Im Falle von Sulingen sind es gut 26 Prozent, die „Überdeckung“ würde der Stadt ausgezahlt (rund 527.000 Euro). 

Einheitlicher Abwasserbeitrag

Der Abwasserbeitrag soll ab 2019 einheitlich auf zwei Euro pro Quadratmeter Nutzungsfaktorenfläche festgesetzt werden. Aufgenommen werden soll die Planung für den Faulturm am Sulinger Klärwerk, der, in Verbindung mit einem Blockheizkraftwerk, die anfallende Klärschlammmenge und Energiekosten reduzieren soll (wir berichteten) –  und für Pumpwerke in Varrel und Ehrenburg, die das Schmutzwasser in Richtung Sulingen befördern. 

„Wir wollen irgendwann alle Abwässer hier in Sulingen haben“, formulierte der Bürgermeister das gewünschte Ergebnis der Umstrukturierung, das eine Reihe von Synergieeffekten bringt. Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Faulturm und die beiden Pumpwerke ist mit rund 6,1 Millionen Euro veranschlagt. Rauschkolb: „Nicht geregelt ist hier die Abwassergebühr – wir liegen in Sulingen momentan relativ günstig bei 2,24 Euro.

Gebühr wird sich erhöhen

Wenn die Betriebe zusammengeführt werden, das sollte man nicht verschweigen, wird sich diese Gebühr erhöhen, auch aufgrund des Investitionsvolumens – wir hätten sie aber so oder so in den nächsten Jahren anpassen müssen, um unseren Abwasserbetrieb zukunftsfähig zu machen.“ Die Gebühr werde sich laut Rauschkolb „möglicherweise im Jahr 2020 oder 2012 auf 3,60 Euro belaufen.“

Die Ausschussmitglieder empfahlen einstimmig, grünes Licht für das Vorhaben zu geben. Die Entscheidung fällt der Stadtrat am 28. Juni.

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