Frühzeitige Weichenstellung

„Haus am Suletal“: Gisela Wegner soll 2019 die Heimleitung übernehmen

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Gisela Wegner ist seit Jahresbeginn Assistentin von Claus-Henning Bruns (rechts), von dem sie 2019 die Einrichtungsleitung übernehmen soll. „Wir haben frühzeitig überlegt, wie wir die neue Leitungsstruktur aufbauen“, erklärt Joachim von der Osten (links), Geschäftsführer der Diakonischen Altenhilfe Leine-Mittelweser, die Trägerin der Einrichtung an der Memelstraße in Sulingen ist.

Sulingen - Assistentin der Heimleitung der Senioreneinrichtung „Haus am Suletal“ in Sulingen ist seit Jahresbeginn Gisela Wegner – so zumindest ist ihre Funktion betitelt. Tatsächlich soll die 44-Jährige bereits im kommenden Jahr die Heimleitung von Claus-Henning Bruns übernehmen. Der verdeutlicht: „Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter wissen: Unser erster Ansprechpartner ist nicht mehr Herr Bruns, sondern Frau Wegner.“

Wobei Bruns nach wie vor offizieller Heimleiter ist, betont vorsichtshalber Joachim von der Osten, neben Dagmar Brusermann Geschäftsführer der Diakonischen Altenhilfe Leine-Mittelweser, die Trägerin der Einrichtung an der Memelstraße ist. „Wir haben frühzeitig überlegt, wie wir die neue Leitungsstruktur aufbauen.“ 

So wie Cathérine Roßbach, seit Jahresbeginn Pflegedienstleiterin, sich in ihre neue Funktion mit Vorgängerin Hanna Albers einarbeiten konnte (wir berichteten), die derzeit stundenweise weiterhin für das „Haus am Suletal“ tätig ist, bekommt Gisela Wegner „Rückendeckung“ von Claus-Henning Bruns. 

Wegner ist in Sulingen verwurzelt

Der hat bislang seine Arbeitszeit zwischen der mit 136 Bewohnern meist voll belegten Einrichtung an der Memelstraße in Sulingen, in der 120 Mitarbeiter tätig sind und dem „Altenzentrum St. Nicolaistift“ in Neustadt am Rübenberge aufgeteilt, dessen Heimleitung er ebenfalls inne hat. Das tut er weiterhin, ist aber jetzt häufiger in Neustadt präsent, stellt Bruns fest: „Es war uns wichtig, dass wir nicht zwei Brüche in der Leitung innerhalb von zwei Jahren haben. Und das die Dinge, die dieses Haus ausmachen, auch weiter gelebt werden.“

Gisela Wegner ist in Sulingen verwurzelt, stammt aus dem Ortsteil Lindern, lebt heute mit ihrem Ehemann und den beiden Töchtern, 20 und 16 Jahre alt, im Mittelzentrum. Nach dem Schulabschluss absolvierte Gisela Wegner ein einjähriges Vorpraktikum bei der Lebenshilfe in Sulingen, zog dann nach Osnabrück, um ihre dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester an der beim evangelischen Diakonieverein zu absolvieren. 

Ausbildung mit Tracht und Haube

„Eine sehr strenge Ausbildung, mit Tracht und Haube“, erinnert sie sich lächelnd. Danach, 1994, ging sie erneut zur Lebenshilfe in Sulingen, die eine Pflegefachkraft suchte. „Da war ich zehn Jahre als Gruppenbetreuerin in der Tagesbildungsstätte beschäftigt, habe ,zwischendurch‘ meine Kinder bekommen.“ Nach der zweiten Babypause „hätte ich nur in Vollzeit wieder dort anfangen können, dass hätte ich mit zwei kleinen Kindern nicht geschafft. Im Krankenhaus zu arbeiten, habe ich mir nicht mehr zugetraut, weil ich ja zehn Jahre ,raus‘ war – dann habe ich überlegt, in die Altenpflege zu gehen.“

Damals habe sie sich nicht getraut, sich beim „Haus am Suletal“ zu bewerben: „Die Einrichtung war ja geradezu ,heilig‘, hatte damals schon einen sehr guten Ruf.“ Von 2002 bis 2010 arbeitete sie in der Pflegereinrichtung Gut Retzen in Süstedt, „da haben die mich gut wieder eingearbeitet.“ Und dann traute sie sich doch: 2010 fing Gisela Wegner als Pflegefachkraft an, übernahm nach drei Jahren die Leitung des Wohnbereichs „Waldweg“, leitete schließlich drei der fünf Wohnbereiche.

Junge Menschen in das „Haus am Suletal“ holen

In diesem Jahr wird sie eine Zusatzausbildung absolvieren, die sie für den „kaufmännischen“ Part der Heimleitung qualifiziert. Claus-Henning Bruns und Joachim von der Osten sind sicher, dass Gisela Wegner, im Duo mit Cathérine Roßbach, nicht nur den hohen, auf die Bedürfnisse der Bewohner ausgerichteten Standard halten, sondern auch neue Ideen einbringen wird. 

Die hat sie tatsächlich, bestätigt die 44-Jährige. Unter anderem ist es ihr wichtig, beispielsweise über die Schulen oder die Kirchengemeinde, junge Menschen in das „Haus am Suletal“ zu holen, „um sie für die Altenpflege zu begeistern.“ - ab

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