Sulingens Stadtbrandmeister zum „Rauchmeldertag 2021“

Frühzeitig die Helfer alarmieren

Eine Feuerwehr-Drehleiter parkt am Straßenrand.
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Auch die Drehleiter der Sulinger Feuerwehr kam zum Einsatz beim – dank Rauchmelder frühzeitig entdeckten – Küchenbrand im April an der Buchenstraße.

Sulingen – Freitag, der 13. August, ist ein besonderer Tag: Für dieses Datum hat das Forum Brandrauchprävention den „Rauchmeldertag“ 2021 ausgerufen – der habe auch weiter seine Berechtigung, stellt Sulingens Stadtbrandmeister Jens Warner fest.

Die Feuerwehren würden die Installation der Geräte dringend empfehlen: „Rauchmelder sind sehr wichtig, weil sie größere Brände zu verhindern helfen.“ Die Einsätze der Feuerwehren bestätigten das. So gebe beispielsweise des Öfteren die Brandmeldeanlage in der Senioren-Servicewohnanlage „Mittendrin“ Alarm: „Auslöser war häufig angebranntes Essen, aber durch den Alarm ist es dann auch bei angebranntem Essen geblieben.“ Noch deutlicher sei das im April dieses Jahres bei einem Einsatz in einem Mehrfamilienhaus an der Buchenstraße in Sulingen geworden. Dort habe ein Mieter den Herd in der Küche angestellt und sei zum Einkaufen gegangen. Den Alarm des Rauchmelders hätten dann Nachbarn gehört und sofort die Feuerwehr verständigt: „Dadurch ist Schlimmeres verhindert worden“, ist Warner überzeugt.

Auch Fehlalarme seien kein Grund, auf den Schutz zu verzichten. „Gerade Brandmeldeanlagen müssen richtig angeschlossen werden“, weiß der Stadtbrandmeister. Beispielsweise habe es vor Jahren häufig im SUN-Park Fehlalarme gegeben. Nach einer Überprüfung der Installation, mit entsprechenden Änderungen, sei das Problem nun behoben.

Im Brandfall nur 120 Sekunden Zeit

Den „Rauchmeldertag“ nutzt der Deutsche Feuerwehrverband, um vor allem Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern und private Vermieter daran zu erinnern, dass die Prüf- und Austauschtermine für die Geräte einzuhalten sind. Das Motto dabei: „Nur funktionierende Rauchmelder retten Leben – Rauchmelder jährlich prüfen und nach zehn Jahren austauschen.“ Jedes Jahr sollten die Geräte überprüft, nach zehn Jahren grundsätzlich ausgewechselt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes. Als Erinnerungshilfe diene der „Rauchmeldertag“ – alljährlich an einem Freitag, der 13. eines Monats. „Solange der Rauchmelder nicht piept – ob wegen eines Brandes oder nachlassender Batterieleistung – vergessen wir die lebensrettenden Geräte unter der Decke. Doch nur funktionierende Rauchmelder retten Leben“, wird Norbert Schaaf zitiert. Er ist Vorsitzender der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ des Forums Brandrauchprävention. Es sei wichtig, die „kleinen Lebensretter“ unabhängig von ihrer Batterieleistung jährlich zu überprüfen, denn „im Brandfall bleiben einem Menschen durchschnittlich nur 120 Sekunden Zeit, sich in Sicherheit zu bringen.“ Dass die Rauchmelder Leben und Gesundheit von Menschen retten, stellten die Feuerwehren täglich bei ihren Einsätzen fest, unterstreicht auch Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. Die Überprüfung könne auch helfen, Fehlalarme durch Staub auf den Sensoren oder durch falsch interpretierte Batteriewarnungen zu verhindern – und so unnötige Einsätze der Feuerwehren zu vermeiden.

Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ stellt auf ihrer Internetseite die Broschüre „Rauchmelder in Haus & Wohnung“ zum kostenlosen Download bereit. Sie enthält Tipps zur Gesetzgebung, zur Installation sowie eine Anleitung zur richtigen Prüfung der Geräte.

Rauchmelder in vier Schritten prüfen und pflegen

Nach Empfehlung des Deutschen Feuerwehrverbandes sollten Rauchmelder gemäß der Bedienungsanleitung und mindestens einmal jährlich wie folgt überprüft werden:

1. Rauchmelder über die Prüftaste testen: Gibt der Melder keinen Ton mehr ab, muss er ausgetauscht werden. Bei Geräten mit austauschbaren Batterien sollte besonders darauf geachtet werden, ob die Batterien getauscht werden müssen.

2. Rauchmelder auf Verschmutzung überprüfen und vorsichtig säubern (mit einem leicht feuchten Tuch oder Staubwedel – nicht aussaugen).

3. Umgebung des Melders prüfen: Es dürfen keine Hindernisse im Abstand von 50 Zentimetern im Weg sein, die den Rauch von dem Melder fernhalten. Ausstattung der Räume aktualisieren: Wurde zum Beispiel ein Arbeitszimmer in ein Gäste- oder Kinderzimmer umgewandelt? Übernachtet im Wohnzimmer regelmäßig jemand? Denn Räume, in denen regelmäßig geschlafen wird, sind ebenfalls mit Rauchmeldern auszustatten.

4. Funktioniert der Rauchmelder trotz neuer Batterie nicht mehr oder ist stark verschmutzt, muss das Gerät ausgewechselt werden. Nach zehn Jahren müssen sowohl Rauchmelder mit einer fest eingebauten Zehn-Jahres-Batterie als auch Rauchmelder mit austauschbarer Batterie ausgetauscht werden.

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