Initiator Markus Liebs zieht positive Zwischenbilanz des Projekts

„Freifunk“ gut eingespielt in Sulingen

Eine positive Bilanz nach einem Jahr „Freifunk“ in der Langen Straße zieht Initiator Markus Liebs.
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Eine positive Bilanz nach einem Jahr „Freifunk“ in der Langen Straße zieht Initiator Markus Liebs.

Sulingen – Kostenlos surfen in der Langen Straße – seit etwas mehr als einem Jahr ist das möglich dank des Projekts „Freifunk“, das Markus Liebs gemeinsam mit der Initiative Sulingen umgesetzt hat.

Hinter dem Begriff „Freifunk“ verbirgt sich ein Netz von aktuell sieben Routern. Sie sind aufgestellt bei Mitgliedsbetrieben der Initiative und sorgen für eine W-Lan-Anbindung zwischen dem Froschbrunnen und der Oberen Straße; anschließend beginnt das Netz der Hotspots von „Schirmer TK“.

„Das hat sich gut eingespielt“, sagt Liebs, der das Netz aufgebaut hat und es weiter ehrenamtlich betreut. In den ersten zwei Monaten habe er häufiger vor Ort in den Betrieben sein müssen, und das Problem sei oft die Stromversorgung gewesen. Die sei anfangs vielfach mit der Ladenbeleuchtung gekoppelt gewesen, und wenn das Licht nach Ladenschluss erlosch, hatte auch der Router keinen Strom mehr. „Inzwischen hat sich das aber alles als sehr flüssig herausgestellt.“ Bei der Einrichtung des Netzes sei er bei Fragen von Andreas Waschefort von „Freifunk Barnstorf“ unterstützt worden, und die teilnehmenden Betriebe seien ebenfalls sehr kooperativ gewesen: „Sulingen ist eine Stadt der kurzen Wege, und vieles lässt im direkten Gespräch klären“, lobt Liebs.

Auch der Initiative-Vorsitzende Philipp Leymann, mit der er sich regelmäßig treffe, sei zufrieden und werte das Projekt als „durchaus empfehlenswert“. Der Gemeinschaftsgedanke stehe bei dem Projekt im Vordergrund, das der Attraktivität der Langen Straße dienen solle.

Die anfangs geäußerten Befürchtungen hätten sich nicht bewahrheitet: Als Standorte seien bewusst Betriebe ausgewählt worden, deren Sortiment nicht unbedingt online-affin seien – neben Optik & Hörgeräte Evers, wo der Hauptrouter stehe, seien das Telemedia, die Sparkasse, die Bärenapotheke, die AOK-Geschäftsstelle, das Café Voss-Döring und die Fahrrad-Welt. Zur Verfügung stehe eine Leitung mit einer Bandbreite von 100 Megabit pro Sekunde, die von der Initiative Sulingen finanziert werde, aber es sei technisch so eingestellt worden, dass pro Nutzer nur acht Megabit für den Download bereitstehen. „Für Youtube reicht das, aber nicht, um HD-Filme zu streamen.“ Das zeige sich auch an den Nutzerstatistiken: Pro Tag würden sich im Schnitt 100 bis 150 User einloggen, und das für durchschnittlich zehn Minuten – „meist werden nur zehn Prozent der Leitung gleichzeitig genutzt.“

Das Netz funktioniere gemäß der „Freifunk“-Richtlinien: Es sei öffentlich zugänglich, anonym und nicht kommerziell ausgerichtet. Die Nutzer könnten sich per einfachem Klick per Smartphone oder Tablet einloggen, und das Gerät suche sich im W-LAN eigenständig das stärkste Signal in Reichweite, sobald das Netz bekannt sei. Allerdings sei die Übertragung nicht verschlüsselt: „Die Nutzer sollten sich also überlegen, ob sie damit unbedingt eine wichtige geschäftliche E-Mail verschicken“, rät der Sulinger.

Eine Erweiterung des Projekts sei aktuell nicht in Planung, aber es habe andere Projekte inspiriert. So habe er vor etwa sechs Monaten ein „Freifunk“-Netz für den Schützenverein Scharringhausen zwischen Schützenhaus und Feuerwehrhaus eingerichtet.  hab

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