Freies Netz von Kirche bis Kreisel

AG Wohlfühlstadt und Initiative Sulingen schließen Lücken im Wlan-Zugang

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Freuen sich über den „Lückenschluss“ beim freien W-Lan-Internetzugang für Passanten an der Langen Straße: Markus Liebs (links) und „Initiative“-Vorsitzender Philipp Leymann von der Arbeitsgemeinschaft Wohlfühlstadt.

Sulingen – Stichprobe am Samstagvormittag am Froschbrunnen: Das Smartphone wird bei der Suche nach W-Lan-Zugängen sofort fündig, „nordwest.freifunk.net“ taucht in der Liste auf. Einfach anklicken – und man ist „drin“. „Das Netz ist fertig und läuft.

Pünktlichst zum Frühlingsfest“, stellt Philipp Leymann fest: Der Vorsitzende der „Initiative Sulingen“ und Markus Liebs, beide in der Arbeitsgemeinschaft Wohlfühlstadt im Bürgerbeteiligungsprozess „Wir sind Sulingen 2.029“ aktiv, freuen sich über den Lückenschluss beim kostenlosen Internetzugang an der Langen Straße im Bereich zwischen der Kirchenkreuzung und dem Verkehrskreisel.

Liebs engagiert sich bereits seit 2016 dafür, den freien W-Lan-Zugang in Sulingen im Rahmen der Initiative „Freifunk“ auszubauen. Die Grundidee ist, das Institutionen, Privat- oder Geschäftsleute unentgeltlich Routerkapazitäten dafür zur Verfügung stellen (wir berichteten). Was die Einkaufsmeile des Mittelzentrums anbelangt, setzte sich Philipp Leymann erfolgreich dafür ein, dass die Werbegemeinschaft das Projekt unterstützt.

„Die ,Initiative‘ hat zehn Router angeschafft, davon haben wir jetzt sieben bei Mitgliedsbetrieben installiert“, erläutert Markus Liebs. „Die bilden einzelne Hotspots, die man aber als gemeinsames Netz nutzen kann, das Smartphone verbindet sich immer automatisch mit dem Router, dessen Signal gerade am stärksten ist.“ Hat man sich einmal eingeloggt, passiert dies beim nächsten Mal, wenn man an der Langen Straße ist, automatisch – zumindest im östlichen Teil.

„Das ist ein Unterschied zum ,Hotsplots‘-Netz der Firma ,Schirmer tk‘, das versorgt zum Beispiel den Bereich am Neuen Markt. Der Teil, den wir jetzt über den ,Initiative‘ mit freiem W-Lan abgedeckt haben, reicht von der Oberen Straße bis zum Froschbrunnen. Ich denke, zwei Router werden wir hier noch anbringen, um eine bessere Abdeckung bis zum Kreisel hinzubekommen.“ Laut Philipp Leymann stehe man mit Wolfgang Schirmer (Schirmer tk) in gutem Einvernehmen, „es wäre ja sinnfrei gewesen, ein bestehendes freies Netz ,verdrängen‘ zu wollen.“

Die Datenmenge ist laut Markus Liebs, der die Wartung der von der „Initiative“ gesponserten Hardware übernimmt, limitiert, sich also beispielsweise einen Spielfilm aufs Handy zu laden, funktioniert nicht. Auch stehen einige Zugangspunkte lediglich während der Öffnungszeiten der Geschäfte, bei denen sie installiert sind, zur Verfügung. „Die Nutzungsstatistiken kann ich live abgreifen. Maximal waren bislang 40 Leute eingebucht in unserem Netz, die höchste Auslastung der 50.000-Megabit-Leitung lag bei 20 Prozent.“

Der DSL-Anschluss „wird dauerhaft von der ,Initiative Sulingen‘ bezahlt“, erläutert Philipp Leymann, „der kostet rund 400 Euro pro Jahr.“ Und das lohnt sich, sind er und Liebs sich einig, die Aufenthaltsqualität an der Langen Straße werde verbessert. „Aber es geht mir auch darum, dass wir aus den Arbeitskreisen ,Tapetenwechsel‘ und ,Wohlfühlstadt‘ endlich etwas umgesetzt kriegen“, bekundet Leymann, „damit man merkt: Da passiert auch etwas. Da gehen schließlich Bürger ehrenamtlich voran und engagieren sich für Sulingen.“  

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