Bundestagsabgeordneter tritt wieder an – mit 96,5 Prozent Rückenwind

Freie Fahrt für Axel Knoerig

Gespannt folgt Axel Knoerig (Bild rechts) vor der Leinwand den Ausführungen von Ralph Brinkhaus, dem CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag. Bei der Nominierungsveranstaltung im Gasthaus Hartje-Melloh in Varrel galten strenge Corona-Schutzregeln (Bild links).
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Gespannt folgt Axel Knoerig (Bild rechts) vor der Leinwand den Ausführungen von Ralph Brinkhaus, dem CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag. Bei der Nominierungsveranstaltung im Gasthaus Hartje-Melloh in Varrel galten strenge Corona-Schutzregeln (Bild links).

Varrel – Für den CDU-Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig war es ein Triumph: In geheimer Wahl votierten 140 von 148 Unionsmitgliedern dafür, dass Knoerig zum fünften Male im Wahlkreis Diepholz-Nienburg I als Bundestagskandidat antritt. Fünf Mitglieder stimmten in der geheimen Ur-Wahl gegen ihn, drei enthielten sich. Damit erzielte Knoerig (seit 2009 im Bundestag) ein Ergebnis von 96,5 Prozent, erläuterte Versammlungsleiter Volker Meyer.

Freie Fahrt also für den 53-jährigen Knoerig aus Kirchdorf – und das galt am Donnerstag mehr als nur symbolisch. Denn eigens zur großen CDU-Nominierungsveranstaltung in Varrel war die schon seit Januar gesperrte, direkte Zufahrt zum und durch den Ort geöffnet worden. Ohne Umwege kamen die Unionsmitglieder also zum Ziel – was Einzelne von ihnen als gutes Omen für die Bundestagswahl im Herbst 2021 werteten.

In deren Vorfeld gab es kein Stühlerücken bei der Union im Landkreis Diepholz – im Gegenteil: Bedingt durch die Corona-Schutzmaßnahmen standen allein Stühle im vorgeschriebenen Abstand im Saal von Hartje-Melloh, der als größter im Landkreis Diepholz gilt. Weil er trotzdem nicht ausreichte, verfolgte ein Teil der CDU-Mitglieder im Klubraum und per Live-Übertragung das Geschehen im Saal.

Wie die Laudatio, mit der CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzender Ralph Brinkhaus die bisherige Arbeit und den Fleiß von Axel Knoerig würdigte. Für Brinkhaus ist klar: „Hauptaufgabe der Politik ist es, dieses Land am Laufen zu halten!“ Von ihr könne die Gesellschaft zu Recht verlangen, „dieses Land in die Zukunft zu führen“, sagte Brinkhaus. Aber Zukunft für wen? Die CDU sei die Partei der Mitte, „und wir müssen die Partei der Mitte bleiben“. Der CDU/CSU--Fraktionschef zitierte bewusst Nachkriegs-Wirtschaftsminister Ludwig Erhard: „Wohlstand für alle!“ Im Mittelpunkt des Wahlkampfes, so Brinkhaus, müsse die Mitte der Gesellschaft stehen: „Diejenigen, die in der Corona-Krise den Laden am Laufen gehalten haben.“ Antworten müsse die Union auch denjenigen geben, „die nach der Zukunft ihrer Arbeitsplätze fragen“. Genauso wichtig sei die Landwirtschaft.

Ganz bewusst formulierte der Referent wichtige Werte in Politik und Gesellschaft. Das „Prinzip Eigenverantwortung“ – auch beim Schutz vor Corona – müsse ebenso gelebt werden wie die Solidarität: „Wir kümmern uns um die, die sich nicht selbst um sich kümmern können.“

Brinkhaus bekam für seine Ansprache genauso viel Beifall wie Axel Knoerig selbst, der noch einmal Bilanz seiner Arbeit zog, seine politischen Schwerpunkte formulierte und das Ehrenamt lobte.

Zu Beginn des Abends hatte Volker Meyer als stellvertretender Landrat auf die gute Zusammenarbeit mit Kreisverwaltung und Kreistag hingewiesen – und auf innovative Projekte wie den Breitbandausbau. Dafür, so Meyer, habe sich Axel Knoerig besonders eingesetzt.

„Never change a winning horse“ – niemals ein Gewinnerpferd wechseln: Und deshalb riet Frank Schmädeke, Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Nienburg, zur Nominierung Knoerigs. Stellung nahmen ebenso die Landtagsabgeordneten Karsten Heineking und Marcel Scharrelmann, während die Unionsmitglieder zur Urne gingen – jeweils zehn und nur nach Aufruf. Corona-Vorschrift.

Von Anke Seidel

Haben den vorgeschriebenen Abstand zueinander: die Stühle im Saal von Hartje-Melloh.

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