Kooperation zwischen Stadt und RWE trägt Früchte

Weg frei für E-Tankstelle

Bürgermeister Dirk Rauschkolb (l.) und Wirtschaftsförderer Martin Koenen an der Ladestation für E-Bikes am Rathaus. Jetzt will die Stadt eine für Autos mit Elektroantrieb realisieren. - Foto: Schlotmann

Sulingen - Die Idee hatten die Mitglieder der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Sulingen Ende Januar in die Beratungen der politischen Gremien eingebracht. Jetzt kommt Bewegung in die Sache: Auf den Parkflächen des E-Centers, auf denen westlich der Schützenstraße, wird in Kürze eine „Tankstelle“ für Elektrofahrzeuge eingerichtet. Darauf wiesen Bürgermeister Dirk Rauschkolb und Wirtschaftsförderer Martin Koenen am Freitag auf Anfrage hin.

„Des Weiteren sind wir in Gesprächen mit der Geschäftsführung des Kaufhauses Ranck, um gegebenenfalls eine weitere öffentliche Ladestation im Mittelzentrum zu etablieren“, so Rauschkolb.

Projektpartner bei der Einrichtung der „Tankstelle“ an der Schützenstraße ist laut Martin Koenen das Energieversorgungsunternehmen RWE. „Die Installation der Ladestation an der Schützenstraße ist für uns weitergehend kostenneutral. Die Station selbst steuert die RWE bei. Die erforderliche Fläche stellt die Familie Steen zur Nutzung zur Verfügung.“

Die Installation einer zweiten öffentlichen Ladestation im Stadtgebiet sei voraussichtlich kostenpflichtig. „Da prüfen wir derzeit die Möglichkeiten – und sind im ständigen Kontakt mit Claus Wilhelm Vocke, dem Geschäftsführenden Inhaber von ‚Ranck‘, um auch dort Möglichkeiten abzuwägen.“

Wann das Projekt „E-Tankstelle“ tatsächlich umgesetzt wird, lassen der Wirtschaftsförderer und Bürgermeister Rauschkolb offen. Koenen: „Wohl nach den Sommerferien. Wir warten da jetzt auf die Rückmeldung der RWE.“

Die Sozialdemokraten im Rat der Stadt Sulingen hatten Anfang des Jahres auf die Einrichtung von E-Tankstellen unter anderem in den Nachbarstädten Diepholz und Nienburg verwiesen. Die Internetplattform „e-tankstellen-finder.com“ weist die nächsten öffentlichen E-Zapfsäulen in Rahden, Linsburg (östlich von Nienburg) und Weyhe aus, die Plattform „Chargemap.com“ welche in Bruchhausen-Vilsen, in Liebenau, Steyerberg, in Syke und mit der von Solare Energie Technik Hartmut Wagner eine in Sulingen. Am Seniorenhaus am Park in Sulingen betreibt der Ambulante Plegedienst Beneke eine durch das Projekt Modellregion Elektromobilität der Metropolregion Oldenburg / Bremen unterstützte Ladeanlage.

Mit ihrem Antrag wollten die Sozialdemokraten Anfang des Jahres ein Zeichen für den Ausbau der E-Mobilität auch im ländlich strukturierten Raum setzen. Hauptnutzer könnten private Endkunden, damit auch Berufspendler, Unternehmen und kommunale Einrichtungen sein. „Eine örtliche E-Tankstelle könnte ein wichtiges Argument für die Anschaffung eines E-Autos werden“, hieß es in dem Ursprungsantrag. „Zumal in Sulingen die Gewinnung und Nutzung alternativer Energien eine Größe ist.“

Hatten die Sulinger Sozialdemokraten zunächst beantragt, dass die Stadt Sulingen im Stadtgebiet eine E-Tankstelle errichtet, empfahlen die Mitglieder des Ausschusses für Bau, Planung und Verkehr dem Verwaltungsausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, die Errichtung einer E-Tankstelle zu ermöglichen. 

oti

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