Koop: „Nachhaltig entwickeln“

SPD fordert Zukunftsplan für Wohnbebauung in Sulingen

Sulingen - Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Sulingen fordert eine ganzheitliche Entwicklung zukünftiger Wohnbebauung in der Stadt und ihren Ortsteilen. Das teilt Fraktionsvorsitzender Gunter Koop aus der jüngsten Zusammenkunft mit. Die SPD-Ratsmitglieder tagten gemeinsam mit den Angehörigen des Vorstandes des SPD-Ortsvereins Sulinger Land.

Konkret wünschen die Sozialdemokraten in einem ersten Schritt die Erarbeitung eines Kriterienkatalogs, nach dem die Stadt und die Stadtentwicklungsgesellschaft Grundstücke für die Wohnbebauung Kaufinteressenten zur Verfügung stellt.

Vorausgegangen waren den Beratungen von Fraktion und Parteivorstand laut Koop Ausführungen von Wiebke Blohm, Leiterin des Fachbereiches Bauen, Ordnung und Verkehr der Stadtverwaltung. Nach Blohm sei aktuell die Ausweisung von 50 zusätzlichen Grundstücken für Wohnbebauung in Vorbereitung, von denen die ersten im Herbst in den Verkauf gehen könnten. 

Kaufinteressenten gebe es doppelt so viele, berichtet Koop. Nach Auffassung von Fraktion und Ortsvereinsvorstand sollten Eigennutzer bei der Vergabe der Grundstücke bevorzugt bedient werden.

Ortschaften bleiben teils außen vor

Ratsherr Claus Freye bemängele, dass bei den bisherigen Betrachtungen in puncto Ausweisung von Bauland die Ortschaften weitgehend außen vor geblieben seien. Hier bestehe Handlungsbedarf.

Den sehe insbesondere Reinhard Meyer genauso in der Bereitstellung von Flächen für den Geschosswohnungsbau. Derzeit gebe es keine Möglichkeiten, in den Baugebieten Mietwohnungsbau anzubieten. Der Bedarf und die Nachfrage seien groß; insbesondere für Singlewohnungen und Wohnungen für die Angehörigen älterer Generationen.

Er, Meyer, habe eine Konzentration in der Entwicklung von Wohnbauflächen im Westen der Stadt ausgemacht, wo es an der dazugehörigen Infrastruktur, etwa in der Form von versorgungsrelevantem Einzelhandel, mangele. Rat und Verwaltung hätten über die zusätzliche Ausweisung von Sondergebietsflächen für den versorgungsrelevanten Einzelhandel nachzudenken.

Bedarf an Krippenplätzen steigt

„Es reicht nicht aus, hier und da Bebauungspläne aufzustellen“, sagt Gunter Koop. „Wir brauchen eine Gesamtbetrachtung der städtebaulichen Möglichkeiten des Stadtgebietes und der Ortschaften.“ Stellvertreterin Elisabeth Wamhoff: „Wo gebaut wird, steigt auch der Bedarf an Plätzen in Kinderkrippen, der Bedarf an Kindergartenplätzen und Schulplätzen.“

Die Sozialdemokraten erneuerten während der Zusammenkunft ihre Forderung nach der Aufstellung eines Zukunftsplanes, der Rat und Verwaltung als Richtschnur für die weitere Entwicklung der Stadt dienen müsse. Zu berücksichtigen seien in den Planungen unter anderem aktuelle und zukünftige Entwicklungen der Bevölkerungsstruktur, aber auch die Ergebnisse von noch aufzustellenden Stärken- und Schwächenanalysen einzelner Ortsteile. - oti

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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