Monatskosten für ein Zimmer gedeckt

Förderverein verleiht dem „Kuckuck“ im Sulinger Hospiz „Zugvogel“ Flügel

Drei Männer und eine Frau stehen auf der Terrasse eines Bewohnerzimmers vor der geöffneten Schiebetür.
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Über die Unterstützung durch den Förderverein Palliativ- und Hospizarbeit, vertreten durch (von links) Stefan Siegel, Henning Levin und Lothar Plumhof, freut sich Hospizleiterin Petra Brackmann.

Sulingen – Gute Nachrichten hatten jetzt Vorsitzender Lothar Plumhof, Schatzmeister Henning Levin und Beisitzer Stefan Siegel vom Förderverein Palliativ- und Hospizarbeit im Gepäck, als sie das stationäre Hospiz „Zugvogel“ in Sulingen aufsuchten: Der Verein übernimmt für einen Monat die Patenschaft für eines der acht Bewohnerzimmer der Einrichtung.

Konkret geht es um das Zimmer „Kuckuck“, für das der Verein die Betriebskosten in Höhe von 750 Euro übernimmt. „Wir freuen uns über die Unterstützung durch den Förderverein“, betont Petra Brackmann, Leiterin des Hospizes. Solch eine Patenschaft sei sehr hilfreich, da die Einrichtung einen Teil ihrer Betriebskosten aus Spenden decken müsse, und schon kleinere Beiträge, etwa 25 Euro für eine Tagespatenschaft für ein Zimmer, seien willkommen. Zehn Paten habe das Hospiz bereits. Es werde überlegt, ihnen durch besondere Termine tiefere Einblicke in die Arbeit der Einrichtung zu gewähren, die Details seien aber noch zu klären.

Unterstützung erhalte das Hospiz vom Förderverein auch in anderer Hinsicht, berichtet Petra Brackmann, so würden Mitglieder seit dem Sommer den regelmäßigen Newsletter erstellen. Auch weitere Ehrenamtliche habe man gewinnen können, darunter Menschen, die mit Gitarre oder Klavier im Hospiz musizieren: „Wir haben jetzt wenigstens einmal die Woche Musik hier“, freut sich die Leiterin. Weitere Unterstützer seien willkommen. „Wir hoffen darauf, das Jahresfest im kommenden Mai in unserem Garten feiern zu können.“ Dafür suche man noch Kuchenspender, Aussteller, Musiker und andere Helfer. Ob durch Spenden oder ehrenamtliche Mitarbeit: „Die Unterstützung zieht Kreise, das ist für unsere Arbeit ganz wichtig“, betont Petra Brackmann.

Weiter Bedarf an Informationen über Palliativarbeit

Viele Betroffene und ihre Familien hätten noch einen Bedarf an Aufklärung darüber, was an palliativer Unterstützung in der Region möglich ist. Hospiz, Palliativstützpunkt und ambulanten Hospizdienste: „Insgesamt ist der Landkreis gut aufgestellt.“

Einen Beitrag dazu will auch der Förderverein weiter leisten, bekräftigt Lothar Plumhof. Corona habe zwar alles „ausgebremst“, aber zwei Vortragsabende mit jeweils um die 20 Teilnehmern habe man bereits veranstaltet. Beim ersten im Oktober, bei dem allgemein die Hospizarbeit vorgestellt wurde, sei eine „ganz tolle Diskussion“ aufgekommen mit vielen Fragen, etwa zur Patientenverfügung oder wie sehr die Menschen am Lebensende leiden müssen. „Diese Themen werden wir weiter aufgreifen.“ Der zweite Abend bot im Bestattungsinstitut Lanitz die Möglichkeit, sich über verschiedene Beisetzungsmöglichkeiten zu informieren und einen Blick in die Räume zu werfen.

Vortragsabende werden fortgesetzt

Die Reihe soll im neuen Jahr fortgeführt werden: Am Mittwoch, 26. Januar, beleuchtet Thomas Wiemann, leitender Oberarzt der Anästhesie in der Klinik Sulingen und Beisitzer im Förderverein, das Thema „Qualen am Lebensende“, kündigt Lothar Plumhof an. Für Februar plane man einen Abend zum Thema Patientenverfügung mit einem Rechtsanwalt.

Der Verein sei natürlich offen für weitere Mitglieder, so der Vorsitzende. Es könne auch direkt an den Förderverein zur Unterstützung der Arbeit gespendet werden, ergänzt Henning Levin (Bankverbindung: Volksbank Niedersachsen-Mitte, IBAN DE 93 2569 1633 1033 2111 00).

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