Flüchtlingsinitiative fasst eigene Strukturen an / Leitfaden vorgestellt

Nicht „Stein der Weisen“

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Heiner Gutschmidt, der gemeinsam mit Thekla Löchel die Internetaktivitäten der Gruppe koordiniert: „Unser Leitfaden ist nicht der ‚Stein der Weisen‘ – und auch nicht in Stein gemeißelt; viel mehr werden die Dokumente ständig weiterentwickelt.“

Sulingen - Die Mitarbeiter der Flüchtlingsinitiative Sulingen halten Wort – und sind in ihren Bemühungen um eine Optimierung der eigenen Strukturen einen großen Schritt weitergekommen. Heiner Gutschmidt stellte am Donnerstag den „Leitfaden für die Flüchtlingsarbeit“ vor. Das Dokument soll aktuellen Paten helfen, ihre Arbeit zu optimieren, und zukünftigen Mitstreitern als Anhalt beziehungsweise Überblick über Möglichkeiten dienen.

Im Januar hatte sich die Flüchtlingsinitiative konstituiert, sich Ende vergangenen Monats Zeit genommen, um die eigene Arbeit zu reflektieren (wir berichteten).

Heiner Gutschmidt, der gemeinsam mit Thekla Löchel die Internetaktivitäten der Gruppe koordiniert: „Unser Leitfaden ist sicherlich nicht der ‚Stein der Weisen‘ – und auch nicht in Stein gemeißelt; viel mehr werden die Dokumente ständig evaluiert – quasi weiterentwickelt.“

Zusammengefasst haben Gutschmidt und Co. in dem Papier Handlungsempfehlungen, die auf den Erfahrungen der aktuellen Paten basieren. „Man muss nicht immer versuchen, das Rad neu zu erfinden“, sagt der geistige Vater des Projektes. „Wenn man anfängt, sich in der Flüchtlingsinitiative zu engagieren, gibt es auch den ein oder anderen Rückschlag. Mit unsere Tipps kann man sicher Misserfolge vermeiden.“

Aufgeteilt ist der Leitfaden in vier Teile: „Vor der Ankunft“, „Begrüßung“, „Die nächsten Tage“ – und „Die nächsten Wochen“.

In der Form eine Checkliste erinnern die Initiatoren unter anderem daran, frühzeitig Nachbarn über den Zuzug zu informieren, die Asylbewerber in Maßnahmen des Brandschutzes und in die Funktion von Haushaltsgeräten einzuweisen, geben aber genauso Tipps für Behördengänge und bei der Vermittlung von Ärzten beziehungsweise Rechtsanwälten; nur ein Auszug aus dem Komplettangebot. Den Leitfaden hat Gutschmidt gemeinsam mit weiteren Checklisten im Downloadbereich auf den Internetseiten der Flüchtlingsinitiative (www.fluechtlingsinitiative-sulingen.de) hinterlegt.

Die Internetpräsenz, die Carola Dohrmann, Inhaberin der Sulinger Agentur „cd Graph“, entwickelt hatte und die Ende Juni/Anfang Juli freigeschaltet worden war, mutiert immer mehr zur Kommunikationszentrale der Helfer. Gutschmidt: „Als Informationsquelle für Paten und Helfer, aber auch zum Zweck der Öffentlichkeitsarbeit.“ Nach wie vor sehen der pensionierte Lehrer und Thekla Löchel als Sprecherin der Initiative die Notwendigkeit, über die Asylbewerber, aber genauso über die Aktivitäten der Gruppe aufzuklären.

„Wir sind weiterhon auf der Suche nach Paten und Helfern“, sagt Gutschmidt. „Mit unseren Aktivitäten wollen wir neue Mitstreiter gewinnen.“

Dazu beisteuern soll auch der neue Leitfaden; denn Ziel sei, möglichen Interessenten, von Beginn an „reinen Wein einzuschenken“. „Ein Pate übernimmt auch Verantwortung. Darüber muss sich jeder von Beginn an im Klaren sein“, so Gutschmidt.

oti

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