Mit Fleiß und guten Ideen erfolgreich

Jugendfeuerwehr Groß Lessen feiert im September ihr „goldenes“ Jubiläum

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Groß Lessen beim Kreisjugendfeuerwehrzeltlager 2019 in Barver. Foto: Archiv Jugendfeuerwehr Groß Lessen
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Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Groß Lessen beim Kreisjugendfeuerwehrzeltlager 2019 in Barver.

Groß Lessen – Die Jugendfeuerwehr Groß Lessen hat „goldenes“ Jubiläum. Sie war eine der ersten Feuerwehr-Nachwuchsorganisationen im Landkreis Diepholz. Am 21. März 1970 nahm sie als sechste ihrer Art ihre Arbeit auf; 13 Jungen ließen sich spontan für die Mischung aus Freizeitangeboten und feuerwehrtechnischer Ausbildung begeistern. Die Hoffnung der damaligen Initiatoren, auf diese Weise Nachwuchs für die Freiwillige Feuerwehr zu akquirieren, erfüllte sich: Rund die Hälfte der Ehemaligen verstärkte nach Erreichen der Altersgrenze von 18 Jahren die Ortsfeuerwehr Groß Lessen.

Erster Jugendwart in der Geschichte der Jugendfeuerwehr war Heinrich Siemers, ihm folgte – ebenfalls für eine Amtszeit von einem Jahr – Friedrich Melloh. Erhard Teichert hatte das Amt von 1972 bis 1980 inne. Heinfried Melloh stand 16 Jahre an der Spitze der Jugendfeuerwehr, Karsten Markus und Uwe Sudmeyer übernahmen für jeweils drei Jahre Verantwortung. Christian Schulz wurde 2003 im Alter von 19 Jahren zum Jugendfeuerwehrwart gewählt; er nimmt die Aufgabe bis heute mit großem Engagement wahr. Seine Stellvertreter sind Oliver Fischer und Dennis Schulz, zu ihrem Team gehören sechs Betreuerinnen und sieben Betreuer.

„Die Arbeit in der Jugendfeuerwehr orientiert sich an den Interessen und Bedürfnissen ihrer jugendlichen Mitglieder und führt sie zugleich an die Aufgaben der Feuerwehren heran“, hieß die Zielvorgabe der Gründerväter. Am 6. Dezember 1976 nahm die Jugendfeuerwehr die ersten sieben Mädchen auf, erste Betreuerin wurde Marianne Teichert.

Schon im Jahr nach der Gründung stellten die Jugendlichen und ihre Betreuer ihre Winterarbeit im Rahmen eines „Bunten Abends“ (damals: „Elternabend“) vor. Die Tradition hält bis heute an. Zu den Höhepunkten des Jahres gehört außerdem das Kreisfeuerwehrzeltlager. Die Jugendfeuerwehr richtete 1973 die erste Veranstaltung in der Grafschaft Diepholz mit 200 Teilnehmern aus. Auch 1980, 1995 und 2011 waren die Groß Lessener Gastgeber des neuntägigen Kreisfeuerwehrzeltlagers mit 450, 1 300 beziehungsweise 1 700 Teilnehmern.

Einsatz im Bootswettbewerb beim Zeltlager 1984.

Jedes der aktuell 29 Mitglieder bringt es jährlich auf rund 250 Dienststunden – ein Eifer, der in der Vergangenheit kontinuierlich mit vorderen Plätzen im Kreisvergleich belohnt wurde: bei den sportlichen und feuerwehrtechnischen Wettkämpfen, aber auch bei der Bewertung der Winterarbeit. Goldene, silberne und bronzene „Oscars“ zeugen von den Erfolgen. Besonders in Erinnerung bleibt etwa der Live-Gesang von Corinna Bary, Imke und Gudrun Horstmann im Jahr 1978. In den Folgejahren absolvierte das Mädchen-Trio zahlreiche weitere Auftritte auf Stadt-, Kreis-, Bezirks- und Landesebene.

Theater gehört zum „Bunten Abend“, hier 1980.

An guten Ideen hat es den Verantwortlichen nie gefehlt. 1973 richteten sie das erste Osterfeuer im Sulinger Land aus, das bis 2001 von der Jugendfeuerwehr und der Ortsfeuerwehr Groß Lessen organisiert wurde und jährlich bis zu 1 000 Besucher anlockte. Legendär sind auch das „Schweinerennen“ (1985) mit über 2 000 Gästen oder die auf Anregung von Ortsbrandmeister Gerhard Fischer in den Jahren 2003, 2004, 2005 und 2006 angelegten Maislabyrinthe, für die die Jugendfeuerwehr großen Zuspruch erfuhr.

Mehrtagesfahrten nach Berchtesgaden, Bacharach, Büsum und Schloss Dankern sowie verschiedene Tagesfahrten haben ebenfalls ihren festen Platz in der Geschichte der Jugendfeuerwehr.

Der diesjährige „Bunte Abend“, eigentlich für den 27. und 28. März vorgesehen, wurde wegen der Corona-Ansteckungsgefahr verschoben; als neue Termine nannte Christian Schulz den 2. und 3. Oktober. Das 50-jährige Jubiläum soll, wie geplant, am 26. September gebührend gefeiert werden.

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