Finanzamt: Bernard Dalinghaus geht, Agnes Hoffmann kommt

Gute Erinnerungen

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Bernard Dalinghaus, bisher Vorsteher des Finanzamtes Sulingen, hat bereits die Leitung des Finanzamtes für Großbetriebsprüfung in Osnabrück übernommen.

Sulingen - Schon Ende März hat Regierungsdirektor Bernard Dalinghaus, bis dato Vorsteher des Finanzamtes Sulingen, das Mittelzentrum verlassen. Nachfolgerin ist Regierungsdirektorin Agnes Hoffmann. Am Freitag, 4. September, wird Finanzpräsident Dieter Meyer für die Oberfinanzdirektion Hannover die Amtseinführung von Agnes Hoffmann vornehmen – und Regierungsdirektor Dalinghaus offiziell verabschieden. Der 51-Jährige hat bereits die Leitung des Finanzamtes für Großbetriebsprüfung in Osnabrück übernommen.

Dalinghaus wechselt im Zuge einer Personalentwicklungsmaßnahme, aber auch auf eigenen Wunsch nach Osnabrück. Er spricht von langfristigen Zielen. Der Regierungsdirektor lebt in Vechta. „Da gibt es auch ein großes Finanzamt. Ich wäre nicht abgeneigt, auch mal mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren zu können.“ Eine Übernahme der Leitung der Landesbehörde in Vechta ist für ihn also nicht ausgeschlossen. Um sich diese Option offen zu halten, schien der Weg über Osnabrück unvermeidbar.

Der 51-Jährige blickt zufrieden auf die Zeit in Sulingen zurück. „Das waren achteinhalb Jahre. Länger als ich war nur Horst Löffler in Sulingen als Vorsteher tätig.“

Das erste Mal hatte der verheiratete Vater von drei Kindern am 1. Dezember 2006 als Vorsteher das Finanzamtgebäude an der Hindenburgstraße in Sulingen betreten. Die Entwicklung der Landesbehörde in den vergangenen gut 100 Monaten könne sich sehen lassen, sagt er heute. Dalinghaus jongliert mit Zahlen: Betrug das Steueraufkommen im Zuständigkeitsbereich des Finanzamtes Sulingen 2006 noch 205 Millionen Euro, waren es im vergangenen Jahr 317 Millionen Euro. „Ein Verdienst der Betriebe und der Steuerzahler in der Region. Bedenkt man, dass in dieser Zeit die Wirtschaftskrise lag, wirken diese Zahlen noch beeindruckender.“

Nicht nur dem Fiskus an sich, sondern auch der Sulinger Finanzbehörde im Speziellen sei diese Entwicklung zugute gekommen. „Die Mitarbeiterzahlen sind in den letzten achteinhalb Jahren nahezu konstant geblieben.“ 120 zählt die Behörde an der Hindenburgstraße aktuell.

Ein Hauptaugenmerk habe der Regierungsdirektor Zeit seines Wirkens auf die Akquise des Mitarbeiternachwuchses gelegt. „Wenn möglich, haben wir jedes Jahr im Sommer vier Auszubildende eingestellt, zwei Abiturienten und zwei Realschüler.“ Beworben worden seien die Ausbildungsplatzangebote „an Schulen oder Ausbildungsplatzbörsen in der Region. Das hat sich ausgezahlt. Wir brauchen Leute, die auch hier bleiben wollen und nicht in die Ballungszentren abwandern.“

Bernard Dalinghaus gilt als Freund der Nutzung neuer Medien, setzte sich in der Region unter anderem für die Verbreitung der elektronischen Steuererklärung „Elster“ ein.

Das Finanzamt Sulingen war 2013 das erste in Niedersachsen, das über eine eigene Smartphone-App verfügte. Entwickelt worden war diese in Abstimmung mit der Oberfinanzdirektion Hannover als Pilotprojekt durch das Startup-Unternehmen „appcloud7“, das der Diepholzer Lasse Thiemann mit Freunden aus der Region gegründet hatte. Die Idee zu dem Projekt war während einer Berufsmesse in Diepholz entstanden.

Nicht realisieren können habe Dalinghaus während seiner Dienstzeit die Modernisierung der Finanzamtsgebäude in Sulingen; zumindest nicht in Gänze. „Teilbereiche konnten wir schon durchsetzen.“ Zugesagt sei inzwischen aber die Dachsanierung des Nebengebäudes. „Vielleicht kann man damit ja den Ausbau des Dachgeschosses verbinden.“

Als Leiter des Finanzamtes für Großbetriebsprüfung in Osnabrück verantwortet Bernard Dalinghaus Prüfungen von Betrieben zwischen Bentheim, Syke, Borstel und Wildeshausen.

„Neben Kreditinstituten Unternehmen im Handel ab einem Umsatz von etwa acht Millionen Euro, Fertigungsunternehmen ab etwa 4,8 Millionen Euro Jahresumsatz“, sagt er. 125 Prüfer sind für die Osnabrücker Behörde tätig, noch mal gut zehn zusätzlich im Innendienst.

oti

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