„Feuerwerk der Volksmusik“ im Stadttheater

„Die Atmosphäre ist einmalig“

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Roberto Blanco.

Sulingen - Von Martina Kurth-Schumacher. „Die Atmosphäre ist einmalig“, schwärmen Schlagersängerin Sonja Christin sowie Regina und Dieter Steiner („Die Evergreens“), die im Rahmen des „Feuerwerks der Volksmusik“ bereits zum vierten Mal in Sulingen waren.

Sie genossen die Traditionsveranstaltung zum Jahresanfang ebenso wie ihre Fans. „Wer hat die Show im letzten Jahr schon gesehen?“, fragte Moderator Peter Feller. Angesichts der erhobenen Zeigefinger entdeckte er am Sonntagnachmittag zahlreiche „Dauerkartenbesitzer“.

Die „Wildecker Herzbuben“ grüßen ihr Sulinger Publikum.

Den Auftakt machten die „Evergreens“. Mit Gassenhauern aus den 1950er Jahren wie „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ läuteten sie musikalisch den Frühling ein. „Schnallen Sie ihre Männer an“, hieß Fellers Anmoderation für seine Ehefrau Sonja Christin. Sie präsentierte bekannte Lieder von Mireille Mathieu, Manuela oder Lale Anderson, letztere mit Begleitung im Disco-Sound. Nervosität stellte sich bei den Zuschauern in der ersten Reihe ein: Sonja Christin kam zum Händeschütteln. Und um den Männern übers Haupthaar zu streichen. Wolfgang Schwalm und Wilfried Gliem, seit 1989 bekannt und beliebt als „Wildecker Herzbuben“, bestritten den dritten Part. Die beiden „Pfundskerle“ überzeugten gesanglich auf ganzer Linie. Sie rissen die Besucher förmlich von den Stühlen. „Steht auf, schunkelt und singt mit“: Dieser Aufforderung kam das Publikum mit Begeisterung nach. Die Stärke des Duo liegt im Volkstümlichen. Das Queen-Tribute „I want to break free“ rangierte in der Beliebtheitsskala deutlich hinter Schlagern von Freddy Quinn.

Edward Simoni.

Nach der Pause zog der „Magier der Panflöte“ das Publikum in seinen Bann. Edward Simoni erwies sich einmal mehr als großartiger Instrumentalist. Ob Polka oder American Folk: Das Publikum begleitete seine überirdisch euphonischen Instrumentalbeiträge (Panflöte und Geige) mit Gesang und Gesumm. „Wir machen Volksmusik für euch und uns zum Glück“, kündigten die „Randfichten“ an, die mit ihrem Hit quasi das Motto des Nachmittags aufnahmen. Die Stimmungskanonen aus dem Erzgebirge machten ihrem Ruf alle Ehre. Frontfrau Marion Frank, Temperamentsbündel und Motivationskünstlerin, brachte die Besucher bei dem Hit „Lebt denn der alte Holzmichel noch“ zum Höhepunkt ihrer Schunkellaune.

Mit Spannung wurde der Auftritt von Roberto Blanco erwartet. Der 78-Jährige konnte sich an seinen ersten Auftritt in der Sulestadt besser erinnern als das Publikum: „2008 war ich bei der ‚Fata Morgana' dabei“, sagte Blanco, der der Veranstaltung allein schon durch seine Anwesenheit Glanz verlieh. Seine Hits, eine Zeitreise in die Schlagerwelt der 1960er und 1970er Jahre, klingelten dem überwiegend älteren Publikum trotz des hohen Lautstärkepegels in den Ohren.

„Die Musik ist schön“, urteilte Angelika Kunst. Der Twistringerin ging es jedoch in erster Linie um Autogrammkarten und Erinnerungsfotos mit den Künstlern: „Ich habe hier auf dem Land wenig Gelegenheit, meine Sammlung zu erweitern.“

Ihre Erwartungen an das Konzert sollten sich in vollem Umfang erfüllen.

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