Aufbauarbeiten für das „Reload“ beginnen am 19. August

Festival: Veranstalter planen mit 200 Klos

Aufbau zum Reload Festival 2015 auf dem Gelände „Im langen Lande“ : 2016 sollen die Arbeit am 19. August beginnen. - Archivbild: jk

Sulingen - Die Uhr tickt, das Festival kommt näher: Sulingen erlebt am Freitag und Sonnabend, 26. und 27. August, das „Reload“. Limp Bizkit, Five Finger Death Punch und Airborne kommen als Headliner. Ist das Band-Booking längst abgeschlossen, gilt das auch für die Planungen der Vorbereitung des Geländes „Im langen Lande“, südöstlich des Stehlener Kreuzes.

Der Platzbedarf 2016 bekommt mit mehr als 240.000 Quadratmetern eine neue Dimension. Malek Tharia, der das Team Infrastruktur verantwortet: „Der Bauzaun um das Gelände wird eine Mindestgesamtlänge von fünf Kilometern haben.“

Tharia nennt weitere Details: Stromkabel mit einer Länge von insgesamt mehr als 1,5 Kilometern gilt es zu verlegen, Wasserleitungen für das Frischwasser auf einer Länge von zwei Kilometern. Für das Abwasser alleine werden Leitungen mit einem Kilometer Länge benötigt.

Das sechsköpfige Team für das Frisch- und Abwasser stellt für das Abwasser direkt auf dem Gelände Speicher mit einem Gesamtvolumen von 160.000 Litern bereit.

Auf dem Grundstück der Kläranlage Sulingen sollen Großrechencontainer mit einem Fassungsvermögen von 40.000 Litern ihren Platz finden, die das Abwasser von Feststoffen mit einer Leistung von 1.000 Litern pro Minute trennen.

Malek Tharia und Mitstreiter platzieren „Im langen Lande“ rund 200 öffentliche und nicht öffentliche Toiletten.

„Dazu kommen noch 40 öffentliche und nichtöffentliche Duschen“, sagt der Infrastruktur-Beauftragte. „Dass bei solch einem Ereignis die Feststoffe nicht nur aus Bierdosen, Kleidungsstücken und vermutlich einer stattlichen Anzahl von Haus- und Autoschlüsseln bestehen, lässt sich gut vorstellen.“

Die Frischwasserzufuhr muss bis zum 22. August installiert sein. Für den Montag haben sich Mitarbeiter des Gesundheitsamtes angekündigt, um diese zu überprüfen.

Tharia: „Durch die Verwendung zertifizierter Materialien und Schläuche werden die mikrobiologischen Anforderungen der Trinkwasserverordnung bedient.“

Für die Verlegung von rund 500 Metern Netzwerkkabel und mehr als 300 Metern Telefonleitungen sorgt das dreiköpfige Team Telekommunikation.

Die Gruppe Strom setzt auf Dieselgeneratoren der neuesten Generation mit einer Gesamtleistung von 2.500 Kilovoltampere. Zwei, mit jeweils 400 Kilovoltampere, sind für die Versorgung des Bühnenkomplexes reserviert. Die Technik ist die gleiche, wie sie bei den Festivals in Scheeßel und Wacken seit Jahren eingesetzt wird. „Supersilent eben“, heißt es.

Die Arbeiten vor Ort beginnen am 19. August mit der GPS gesteuerten Vermessung. Danach werden auf den Millimeter genau die Standorte für Bühne, Pressezelt, das „Artist Village“ (Künstlergarderoben) und das Produktionsbüro festgelegt.

Malek Tharia nennt weitere Detail-Zahlen: „Für die überwiegend ehrenamtlichen Aufbauhelfer kalkulieren wir für die Verpflegung geschätzt mit 1.500 Metern Bratwurst, 50 Kilogramm Senf und hunderten Litern Mineralwasser.“ 

jk

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