Anmeldung bis 22. Juli

Sulinger „Jozz“ veröffentlicht Ferienprogramm: „Vorsicht statt Halligalli“

Ein Mann sitzt auf einer Couch vor einer Backsteinwand und hält einen Flyer in die Höhe.
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Das neue Ferienprogramm des „Jozz“ präsentiert Axel Diekmann.

Sulingen – Das Team des Sulinger Jugendzentrums „Jozz“ hat für die bevorstehenden Sommerferien ein Programm mit Aktionen für Schulkinder und Jugendliche zusammengestellt – allerdings hat erneut die Pandemie Einfluss auf das Angebot.

„Wir verzichten wieder auf alles, wo wir mit dem Auto oder dem Bus hinfahren müssten“, sagt Axel Diekmann von der Stadtjugendpflege. Beliebte „Klassiker“, wie die Kanutour oder der „Tag am Meer“, entfallen damit. Und auch sonst sei darauf geachtet worden, dass die Veranstaltungen möglich seien unter Einhaltung der geltenden Hygiene-Verordnung. Beim Zusammenstellen der Aktionen habe das Team daher kreativ sein müssen: „Die Hälfte der Angebote jetzt wäre vor zwei Jahren nicht im Programm gewesen“, vermutet Diekmann, „aber trotzdem ist das echt nett geworden.“

Fallen die großen Ausflüge auch weg, gibt es dennoch Ziele außerhalb Sulingens – sofern sie mit dem Fahrrad erreichbar sind. Dazu zählt wieder eine Tour zum Tierpark Ströhen. Neu dagegen sind zwei „Picknick-Radtouren“, die nach Wehrbleck zu Alpakas und Afrikanischen Riesenschildkröten beziehungsweise in den Freistätter Sinnesgarten führen.

„Hobby Horsing“ und „Upcycling“

Ganz neu dabei ist ein Nachmittag rund um das „Hobby Horsing“: Bei diesem Zeitvertreib aus Finnland, der sich zu einer Trendsportart entwickelt, werden mit Steckenpferden Parcours „abgeritten“. Im „Jozz“ dürfen sich die Teilnehmer ihr „Sportgerät“ selbst bauen und anschließend damit ein Turnier austragen.

Anders als im Vorjahr wird diesmal getöpfert, unter dem Motto „Upcycling“ können die Kinder und Jugendlichen Taschen aus alten Jeans fertigen und an einem Nachmittag Bienenwachstücher herstellen – nach einer „Bienenführung“ mit einer Imkerin. Mitbestimmen können die Kinder beim „Vorlesevormittag“, zu dem sie ihr Lieblingsbuch mitbringen und, wenn sie möchten, daraus vorlesen dürfen.

Teilnehmerzahl ist begrenzt

Bei allen Angeboten ist die Teilnehmerzahl begrenzt, eine Anmeldung unbedingt erforderlich. Bis zum 22. Juli würden die Anmeldungen gesammelt und die Kinder dann entsprechend auf die Aktionen verteilt – „ ,wer zuerst kommt, mahlt zuerst‘, wie früher, gibt es nicht mehr“, betont Axel Diekmann. Es werde darauf geachtet, dass möglichst viele Kinder an den Aktionen teilnehmen können. Das Programm sei auch so gestaltet, dass Luft bleibt, um für besonders begehrte Angebote einen Zusatztermin einzurichten. „Wir versuchen, da flexibel zu sein.“ Darüber werde per E-Mail informiert, und auch die Übersicht im Internet werde laufend aktualisiert.

„Wir sind gespannt, wie es angenommen wird und freuen uns darauf“, bekräftigt der Jugendpfleger. Im vergangenen Jahr seien alle Termine ausgebucht gewesen, sodass es einige Zusatzveranstaltungen gegeben habe – aber insgesamt seien weniger Kinder als sonst dabei gewesen. Zudem sei die Stimmung unter den Kindern weniger ausgelassen gewesen: „Es gab eher Vorsicht statt Halligalli.“ Daher müsse man sehen, wie sie jetzt, ein Jahr später, mit der Situation umgehen. Das „Jozz“-Team versuche, entspannt, aber sorgsam zu handeln. Das Jugendzentrum selbst sei seit dem 1. Juni wieder geöffnet. Für Angebote, ob im Ferienprogramm oder regulär, könnten zwar theoretisch auch schon bis zu 25 Kinder zugelassen werden, aber: „Das halten wir nicht für angemessen und das nicht zu tun, sehen wir auch als Zeichen der Solidarität.“

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