Ausschuss für Soziales, Schulen und Jugend berät über Anträge zum Haushalt 2018

Ferienbetreuung: Comeback?

Sulingen - Mit den „Wunschzetteln“ der Sulinger Stadtratsfraktionen – nicht für den Weihnachtsmann, sondern bezogen auf den Haushalt 2018 – beschäftigten sich am Montagabend die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Schulen und Jugend im Rathaus. Der Antrag seitens der CDU, sich erneut mit der Ferienbetreuung durch die Stadt in den Oster- und Herbstferien zu beschäftigen, deren Einstellung der Rat beschlossen hatte, war zu spät eingegangen, um es auf die Tagesordnung zu schaffen – eigentlich.

Da einige der Mütter, die Kritik an der Ratsentscheidung geübt hatten (wir berichteten), sich zur Sitzung eingefunden hatten und angaben, zeitnah zur ihren Kindern zurückkehren zu müssen, entschied Ausschussvorsitzender Volker Wall, das Thema unter „Mitteilungen und Anfragen“ zu aufzunehmen und es in der Einwohnerfragestunde „anzureißen“ – schließlich wurde es doch in Gänze eingangs der Zusammenkunft diskutiert. Der mehrheitliche Beschluss, keine Schulkinderbetreuung mehr in den Oster- und Herbstferien anzubieten, ging auf die vermeintlich geringe Nachfrage zurück, erinnerte Wall – dass es offenbar durchaus Bedarf gibt, sei erst im Nachhinein durch die Initiative der Eltern bekannt geworden. Aus Sicht der anwesenden Mütter habe die Stadt das Angebot nicht ausreichend und vor allem nicht schon in den Kindergärten beworben.

Flyer und Plakate dazu in den Schulen, auf die Birgit Dullin, Leiterin des Fachbereiches Allgemeines und Soziales, hinwies, müssten früher im Jahr in Umlauf gebracht werden, damit die Eltern das Angebot in ihrer Jahresurlaubsplanung berücksichtigen könne, hieß es seitens der Zuhörerinnen. Die monierten ferner, dass die Betreuungszeit zu kurz und damit für berufstätige Eltern schwer nutzbar war. Kritikpunkte, die die Ausschussmitglieder und Verwaltungsvertreter aufnahmen. Fraktionsübergreifend zeichnete sich Bereitschaft ab, erneut über das Thema zu beraten. Dazu werde die Verwaltung eine Vorlage mit genaueren Daten zum Bedarf, zu den Betreuungszeiten und den Kosten vorbereiten, so Volker Wall, „mit der wir uns dann im Februar befassen.“

500.000 Euro für den Haushalt

Die Gruppe FDP/Bürger erreichen hatte beantragt, 500. 000 Euro in den Haushalt einzustellen, um im Rahmen des Grundschulumbaus beziehungsweise -neubaus am ehemaligen Realschulstandort an der Straße „Am Deepenpool“ die baulichen Voraussetzungen für einen sicheren Schulbusverkehr zu schaffen und dafür, dass die Eltern die Möglichkeit haben, ihre Kinder zur Schule zu bringen und wieder abzuholen. 2018 sei dafür aus Verwaltungssicht auf jeden Fall zu früh, so Birgit Dullin, dann erfolge ja erst der Abriss. Zum anderen seien Busspuren, Parkplätze – für Eltern und öffentliche – bei den Planungen berücksichtigt, ergänzte Bürgermeister Dirk Rauschkolb. Der Ausschuss sprach für den Antrag keine Empfehlung aus, lediglich Dörte Knake stimmte dafür.

5 000 Euro hatte die SPD-Fraktion für die Planung einer Freifläche am Jugendzentrum und für die „konzeptionelle Weiterentwicklung der freien Jugendarbeit“ beantragt. Claus Freye erläuterte, dass es um den von Jugendlichen geäußerten Wunsch nach einem Treffpunkt im Freien geht. Dafür Parkflächen zu streichen, sah Bürgermeister Dirk Rauschkolb kritisch, es bleibe ja nur der Bereich, „wo die Rhododendren stehen“. Den habe er in im Auge gehabt, bestätigte Freye, der aber auch an die Idee erinnerte, das Jugendzentrum zur jetzigen Außenstelle der Grundschule am Bürgerpark umzusiedeln. Mit drei Ja- und drei Neinstimmen bei einer Enthaltung fällte der Ausschuss keinen empfehlenden Beschluss.

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