Arbeitsabläufe bei der Sulinger Tafel sind gut organisiert

Fast wie im Supermarkt...

SO PRÄSENTIERT Dorit Gieseke das zuvor verarbeitete Gemüse.

Sulingen - SULINGEN (win). Dorit Gieseke ist jeden Donnerstag fast eine der ersten ehrenamtlichen Helfer, die die Tafel in Sulingen am Laufen halten. „Meistens komme ich so gegen 8.15 Uhr“, berichtet sie.

Denn zusammen mit Karl-Heinz Stacks bildet sie die „Gemüseabteilung“ der Sulinger Tafel. Beide reinigen und sortieren die Ware: „Die Sachen sind ja nun nicht frisch vom Feld“, erzählt sie – dennoch durchaus genießbar. „Was aber nicht mehr zu verwenden ist, das suchen wir heraus“, schildert Dorit Gieseke. Die Arbeit ist dabei nicht immer angenehm. So sortierte Karl-Heinz Stacks am vergangenen Kartoffeln. Darunter waren auch einige Steine, die mühselig herausgesucht werden mussten. „Die Erdklumpen und Steine sehen durch die dicke Staubschicht zunächst wie kleine Kartoffeln aus, da muss man jedes Teil genau betrachten“, gibt er einen Einblick in seine Tätigkeit.

In einem Raum wird das übrige Gemüse von mehreren Helfern gesichtet. Welke Blätter werden entfernt, ungenießbar gewordene Möhren oder faule Äpfel wandern in den Müll. Den Rest sortiert dann Dorit Giesecke in die bereitstehenden Regale.

Die Menge der ausgegebenen Portionen richtet sich zunächst nach dem Angebot. Außerdem berücksichtigen die Helfer auch die Anzahl der Familienmitglieder.

Die Kundschaft wird in drei Gruppen aufgeteilt, die nacheinander hereingelassen werden. Da kommt es dann schon mal vor, dass die dritte Gruppe nicht mehr die gleiche Auswahl an Lebensmitteln vorfindet wie die erste Gruppe.

Da jedoch die Gruppen jeden Donnerstag beisammen bleiben, kommt jede von Ihnen mal als erste, dann als zweite und die folgende Woche als dritte dran. Mit diesem ausgeklügelten System stellen die Helfer der Tafel quasi eine ausgleichende Gerechtigkeit her. Insgesamt ist die Sulinger Tafel sehr gut durchorganisiert. „Wir arbeiten hier fast wie in einem Supermarkt“, sagt etwa Friedlinde Landau. So gibt es auch einen Dienstplan. An jedem Ausgabetag gibt es einen Tagesmanager, der für einen geregelten Ablauf sorgt. Am vergangenen Donnerstag erledigte Friedlinde Landau diese Aufgabe. Sie sorgte dafür, dass die eingetroffenen Waren an die dafür vorgesehene Station gelangen.

Zusätzlich gewährleistet sie einen reibungslosen Ablauf auch während der Ausgabe an die Kunden – so als dirigiere sie ein Orchester. Die einzelnen Gruppen wissen schon sehr genau, wie sie ihre Bereiche handhaben. Die letzte Tour der eingeteilten Fahrer etwa führt nach Uchte zur Bäckerei Ledig. Hier gibt es Brot und Brötchen, die nicht verkauft wurden. „Die Bäckerei Ledig spendet immer sehr großzügig“, berichtet Friedlinde Landau.

Wer einmal hinter die Kulissen der Sulinger Tafel blickt, der erkennt ein höchst professionelles Team. Das hat seinen guten Grund: Ehe das Projekt in Sulingen startete, hatten sich die Verantwortlichen bei anderen Organisationen wie etwa in Twistringen über die Gestaltung von sinnvollen Arbeitsabläufen informiert.

Mittlerweile sind die rund 20 Helfer ein eingespieltes Team. Und auch die Kunden sind dankbar für das Angebot. „Wir bekommen sogar ‚Dankeschön-Gedichte‘ von ihnen“, berichtet Dorit Gieseke.

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