Freude über den Erfolg

Fast 400 Wünsche erfüllt bei zweiter „Sulidar“-Aktion des Lions Clubs Sulinger Land

Zwei Männer übergeben zahlreiche Weihnachtsgeschenke an eine Frau.
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Pflegedienstleiterin Nicole Koteras nahm in Kirchdorf die Pakete von Ralf Röhr (links) und Henning Löhmann entgegen.

Sulingen – Henning Löhmann zieht ein positives Fazit: „Die ganze Nummer ist voll und ganz so aufgegangen, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Die Rede ist von der zweiten „Sulidar“-Aktion des Lions Clubs Sulinger Land, bei der es darum ging, die Weihnachtswünsche von Bewohnern der Senioreneinrichtungen im Sulinger Land zu erfüllen.

Das angepeilte Ziel von 400 Wünschen sei knapp verfehlt worden, aber 397 Geschenke brachten die insgesamt sechs Helfer aus den Reihen des Clubs am 23. Dezember zu sechs Einrichtungen: in Sulingen das „Haus am Suletal“, das „Seniorenhaus am Park“ und das „Landhaus Barrien“ (Groß Lessen) sowie das Pflegeheim „Gutshof Altrewa“ (Affinghausen), das Pflegezentrum „Kirchdorfer Heide“ (Kirchdorf) und das Altenhilfezentrum Heimstatt (Freistatt).

Alle Wünsche auf den von den an vier Stellen in Sulingen aufgestellten Bäumen (wir berichteten) „gepflückten“ Karten seien auch erfüllt worden, lobt Henning Löhmann, da seien die Schenker sehr verantwortungsbewusst gewesen. Lediglich ein kleiner Teil sei vom Club selbst besorgt worden, weil das Gewünschte nur schwierig oder nicht vor Ort zu bekommen gewesen sei. „Wir konnten sicherstellen, dass jeder das bekommt, was er sich auch gewünscht hat.“

In Heimstatt begrüßte Pflegedienstleiterin Laura Krüger Ralf Röhr und Henning Löhmann.

Beeindruckt hätten ihn vor allem zwei Dinge: Die Geschenke seien ganz liebevoll eingepackt gewesen, und oftmals sei mehr darin enthalten gewesen als gewünscht war. Beispielsweise wenn zu dem gewünschten Paar Socken auch noch ein Paar Handschuhe hinzukam. Vielfach hätten die Schenker auch noch ein paar Zeilen beigelegt: „Es war manchmal rührend, zu lesen, was sie an Unbekannte zu Weihnachten geschrieben haben.“

Die Wünsche der Senioren seien sehr bescheiden gewesen und hätten oft den gesetzten Rahmen von 30 Euro gar nicht ausgeschöpft. Oft seien auch gar keine materiellen Dinge gewünscht worden, sondern Gutscheine, etwa für einen Friseurbesuch oder für eine Fußpflege. Bei manchen Wünschen hätten die Helfer aber auch geschmunzelt – so habe das größte Paket von allen einen Satz Poolnudeln enthalten, die anders nicht zu verpacken gewesen waren.

Mitarbeiter in Geschäften haben „mitgefiebert“

Die Mitarbeiter der heimischen Geschäfte, in denen viele der gewünschten Artikel gekauft wurden, hätten richtig „mitgefiebert“, berichtet Henning Löhmann. Zudem hätten sie die Helfer auch sehr damit unterstützt, dass die Schenker die Geschenke dort einpacken und zur Abholung durch den Lions Club aufbewahren lassen konnten.

„Total schön“ zu sehen gewesen sei aber auch die Freude der Mitarbeiter in den Einrichtungen bei der Übergabe der Geschenke. Durch Corona sei vieles an den gewohnten Events und Besuchen von außerhalb zu kurz gekommen, deswegen seien sie für die Aktion sehr dankbar gewesen.

Große Anerkennung für Arbeit der Pflegekräfte

Darüber hinaus hatten die Organisatoren in diesem Jahr auch um Aufmerksamkeiten für die Pflegekräfte gebeten, und „wir waren fast erschlagen von der Resonanz“. Mehr als 100 Pakete und Päckchen habe man übergeben mit Schokolade, Selbstgebackenem, Apfelsaft, Punsch oder anderen Dingen. In persönlichen Schreiben sei ihnen zudem für ihre wichtige Arbeit gedankt worden: „Das hat mit den Menschen echt etwas gemacht, dass Wildfremde ihnen so etwas schenken.“

Überhaupt sei die Aktion sehr emotional gewesen und habe gezeigt, dass Solidarität im Sulinger Land noch gelebt werde. „Wie elektrisiert alle davon waren, ist das schönste Erlebnis, was ich selbst mitnehmen durfte“, bekennt Henning Löhmann, und das Feedback von allen Seiten sei herzergreifend gewesen.

„Sulidar“-Aktion soll im kommenden Jahr wiederholt werden

Insgesamt sei alles rund gelaufen, blickt er zurück, und für das nächste Mal habe man wieder neue Dinge gelernt.

Erfreulich sei auch, dass die „Sulidar“-Aktion andere Lions Clubs und Initiativen zu ähnlichen Projekten inspiriert habe. „Unser Entschluss steht: Wir machen das im gleichen Rahmen im nächsten Jahr wieder.“

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