Fahrzeug- wird zur Festhalle

Stadt und Feuerwehr weihen neues Domizil ein

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Die Festgesellschaft in der Fahrzeughalle.

Sulingen - Die blauen Schläuche der Abgas-Absauganlage wirkten über den Tischen und Bänken wie Girlanden: Für die feierliche Einweihung des neuen Feuerwehrhauses der Ortsfeuerwehr Sulingen im Gewerbegebiet Mühlenkamps Feld verwandelte sich am Freitagabend die Fahrzeug- in eine Festhalle.

Wie man so ein Feuerwehrhaus „in fünfeinhalb Minuten baut“, zeigte Ortsbrandmeister Ralf Schröder den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, des Rates und der Verwaltung der Stadt Sulingen, Gästen aus Nachbarfeuerwehren, von den umliegenden Gewerbebetrieben und Sponsoren per Beamer: Vom „ersten Spatenstich“ per Bagger im September 2015 bis zum Umzug von der Südstraße an die Rudolf-Diesel-Straßen am 7. Januar dieses Jahres hatte er das Geschehen mit der Kamera dokumentiert.

„Das Projekt ,Feuerwehrhaus Sulingen‘ war kein ganz einfaches“, rief Bürgermeister Dirk Rauschkolb der Festgesellschaft den langwierigen Entscheidungsprozess in Erinnerung. Er setzte im Jahr 2009 an, als Stadtbrandmeister Heinfried Melloh gesagt habe, es gehe um „eine Fahrzeughalle mit ein paar Funktionsräumen“. Daraus wurde bekanntlich mehr: Rund 1,2 Millionen Euro und erhebliche Eigenleistungen der Feuerwehrmitglieder flossen in den Bau, der unter anderem die zentrale Atemschutzpflegestelle und die Kleiderkammer der sechs städtischen Ortsfeuerwehren beherbergt. 

Stadtbrandmeister Heinfried Melloh nimmt den symbolischen Schlüssel von Bürgermeister Dirk Rauschkolb entgegen.

„Es ist das geworden, was man haben muss, um einer Schwerpunktfeuerwehr gerecht zu werden“, befand Rauschkolb. „Die Feuerwehrleute haben hier die Möglichkeit, schneller auszurücken, schneller den Bürgern zu Hilfe zu kommen – das ist für mich ausschlaggebend.“ Dank richtete der Bürgermeister an die Kameraden – und Alterskameraden – die tatkräftig beim Bau mit anpackten.

Angesichts der schlechten Bedingungen im alten Gebäude, das nicht mehr die gesetzlichen Anforderungen erfüllte, habe niemand mehr in die Ortsfeuerwehr Sulingen eintreten wollen – „nach dem Umzug haben wir schon einige neue Mitglieder gewinnen können“, stellte Heinfried Melloh fest. „Die Feuerwehr fühlt sich hier wohl.“ Der Stadtbrandmeister dankte dem Ingenieurbüro Thieken, Claudia Miklis von der Stadtverwaltung und seinem Stellvertreter Jens Warner für ihren Einsatz während der Planungs- und Bauphase, vor allem aber allen Feuerwehrmitgliedern, die Eigenleistungen einbrachten. 

Insgesamt 4 743 Arbeitsstunden, unterstrich Ortsbrandmeister Ralf Schröder, der eine Reihe der engagiertesten Helfer namentlich nannte: „Als Ortsbrandmeister kann man einfach nur stolz darauf sein, so eine Ortsfeuerwehr zu führen.“ Schröder nannte auch einige Sponsoren, die zur Ausstattung beitrugen – hier reihte sich am Freitagabend die Sulinger „Bürgerwerkstatt“ ein, die der Feuerwehr selbst gebaute Holzbänke stiftete.

Allen Interessierten soll das Feuerwehrhaus mit einem „Tag der offenen Tür“ am 30. Juli präsentiert werden.

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