Paten für Bäume gesucht

Kirchengemeinde Sulingen hofft auf Unterstützung bei Umgestaltung des Friedhofs

Eine Frau steht an einer Allee auf einem Friedhof.
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An der Allee auf dem Friedhof studiert Heike Teerling den Grabstellenplan.

Sulingen – Taufpaten sind in Kirchengemeinden nicht ungewöhnlich, aber die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Sulingen hofft auf ganz besondere Paten: Menschen, die eine Patenschaft übernehmen für einen der neuen Bäume auf dem kirchlichen Friedhof am Schwafördener Weg.

„Der Friedhof soll wieder mehr Parkcharakter bekommen“, erklärt Heike Teerling, Mitglied im Friedhofsausschuss des Kirchenvorstands der Gemeinde. Das Problem sei dabei aber, dass die einzelnen Grabstellen zu unterschiedlichen Zeitpunkten frei werden. So gebe es immer wieder mal Lücken in den Gräberfeldern, und der Kirchenvorstand achte auch darauf, in bestimmten Bereichen die Grabstellen nicht wieder zu vergeben, aber „wir haben nicht die Möglichkeit, eine zusammenhängende Parkanlage zu schaffen. Stattdessen sollen Neuanlagen in einigen der Lücken das Bild auflockern und stellenweise auch wieder im Sommer Schatten spenden.“

Einer der auffälligsten Bereiche ist die große Allee auf dem Friedhof, die wieder mit Winterlinden aufgeforstet werden soll. Im südwestlichen Teil, zwischen der Friedhofskapelle und dem Schwafördener Weg, sollen eine Zerreiche und zwei bis drei Hopfenbuchen in vorhandenen Lücken gepflanzt werden. Die Neuanlage der Rasenreihengräber im Nordwesten (wir berichteten) soll abgeschlossen werden, indem die vorhandenen Apfelbäume ersetzt werden durch Blumeneschen.

Paten für insgesamt 14 Bäume werden gesucht

Die Bäume seien alle dahingehend ausgewählt worden, dass sie mit dem Klimawandel und dem sandigen Boden auf dem Friedhof gut zurechtkommen, so Heike Teerling. Manche, wie die Blumeneschen, seien mit ihren Blüten besonders insektenfreundlich, und andere böten vielen anderen Arten, ob Tieren, Flechten oder Moosen, Platz. Bei der Umgestaltung arbeite die Kirchengemeinde zusammen mit Landschaftsplanerin Christina Stoffers vom Büro „Arealdesign“ aus Petershagen. Auch für andere Bereiche gebe es bereits Ideen: So solle nördlich der neuen Rasenreihengräber eine kleinere Ecke für pflegeleichte Doppelgrabstellen entstehen. Dort müssten sich die Nutzungsberechtigten nicht selbst um die Pflege kümmern, sondern das werde von den Friedhofsgärtnern übernommen.

Zuvor stehen aber die Baumpflanzungen an, die noch vor Beginn der Wachstumsperiode im Frühjahr abgeschlossen sein sollen. Insgesamt 14 Bäume sind dafür eingeplant, und für sie sucht die Kirchengemeinde nun Paten. Interessierte könnten sich im Gemeindebüro an der Lindenstraße oder direkt bei Heike Teerling melden und gegen einen Pauschalbetrag ihren Wunschbaum aus der Liste auswählen. Die Pflege und das Gießen übernähmen die Friedhofsgärtner, das sei nicht Aufgabe der Paten, beruhigt Heike Teerling, „und wer möchte, erhält eine Patenplakette an seinem Baum.“ Nachfrage nach Patenschaften für die Bäume gebe es durchaus: Bereits für gut ein Drittel hätten sich Paten gefunden.

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