„Etwas zurückgeben“

Christian Jost ist seit 18 Jahren Mitglied im Kirchenvorstand

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Christian Jost wirkt seit 18 Jahren im Vorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sulingen mit.

Sulingen - „Kirche ist Gemeinschaft, Kirche ist Familie, Kirche bedeutet Freundschaften.“ Wenn Christian Jost über das Leben in der evangelisch-lutherischen Gemeinde Sulingen spricht, schwärmt er in hohen Tönen. „Kirche verbindet Generationen“, sagt er. Aber: „Was wir brauchen, ist eine Verjüngung – und ich meine damit nicht nur die Gottesdienstbesucher.“

Der Diplom-Finanzwirt wirkt seit 18 Jahren im Vorstand der Sulinger Gemeinde. In der Werbung für das Engagement in und um Kirche sieht er aktuell eine Schwerpunktaufgabe – und will Gleichgesinnte für die Mitarbeit als Kirchenvorsteher gewinnen. Gewählt werden können alle Gemeindemitglieder, die am 11. März, dem Tag der Kirchenvorstandswahlen in Niedersachsen, der Gemeinde mindestens drei Monate angehören und das 18. Lebensjahr vollendet haben – und bis zum 21. Januar dem Wahlausschuss als Kandidaten vorgeschlagen worden sind.

Christian Jost ist, neben Sven Twedorf, mit 46 Jahren aktuell das jüngste der neun Mitglieder des Kirchenvorstandes der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sulingen. „Ziel muss sein, mehr junge Familien an Kirche zu binden und sie für die Mitarbeit in den Gremien und Gruppen zu gewinnen“, sagt der Familienvater. „Und damit auch im Kirchenvorstand.“

Keine besonderen Qualifikationen erforderlich

Christian Jost bewegt sich in der Gemeinde „so lange ich denken kann“. Kindergottesdienste, Konfirmandenzeit, erst der Besuch kirchlicher Jugendgruppen, später die Mitarbeit, zuletzt phasenweise deren Leitung: „Als wir keine Diakone hatten, bin ich eingesprungen.“ Eine Zeit, die ihn geprägt habe. Als ihn dann, im Alter von 28 Jahren, sein Vater Günter fragte, ob er sich nicht um die Mitarbeit im Kirchenvorstand bewerben wolle, habe er nicht lange überlegen müssen.

„Nein, besondere Qualifikationen muss man nicht mitbringen“, sagt der Mitarbeiter der Senatorin für Finanzen des Bundeslandes Bremen heute. „Wichtig ist, dass man über gesunden Menschenverstand verfügt, vielleicht etwas organisatorisches Geschick, vor allem aber die Bereitschaft, sich mit Themen der Gemeinde auseinanderzusetzen.“

Die Themen, die der Kirchenvorstand behandelt, seien so vielschichtig, wie Kirche selbst. Jost spricht von Personalverantwortung auch gegenüber den Pastoren, Fragen der Entwicklung der Gemeinde, welche der Kirchenmusik, Immobilienverwaltung... Aktuell wirke er im Personal- und Musikausschuss mit. „Die Mitarbeit in den Ausschüssen ist für Vorstandsmitglieder keine Pflicht“, erklärt der 46-Jährige, „gehört aber für mich irgendwo dazu.“

Entwicklung und Mitwirken in Gruppen

Viel wichtiger sei ihm persönlich die Entwicklung und das Mitwirken der beziehungsweise in den unterschiedlichen Gruppen. Exemplarisch nennt der Finanzbeamte das Männerkochen oder auch Familienfreizeiten. In guter Erinnerung sei ihm unter anderem die geführte Radtour zu verschiedenen Kirchengemäuern im Sulinger Land, die die Gemeinde jüngst angeboten hatte. „Es geht doch eigentlich darum, niederschwellige Angebote zu entwickeln, mit denen wir gerade junge Menschen und Familien wieder an die Kirche heranführen.“

Kirche habe ihm in seinem bisherigen Leben viel gegeben – und deshalb wolle er durch sein Engagement etwas zurückgeben. Dafür sucht er Mitstreiter – vorzugsweise in der Form von Kandidaten für die Wahlen zum Kirchenvorstand am 11. März. 

oti

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