Erweiterungsbau hat „Luft nach oben“

Gymnasium Sulingen: Raumnot ist Vergangenheit

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Grün ist auch im Aufenthaltsbereich des ersten Stocks die Leitfarbe, im zweiten ist es Blau; von links: Christina Prante, Marten Schaapmann, Ludger Schulte, Claudia Müller-Bruns, Friedrich Knispel, Mischa Flaspöhler, Thorsten Abeling.

Sulingen – Eingelebt hätten sich Schüler und Lehrer bereits im Erweiterungsbau am Gymnasium Sulingen, bestätigt kommissarischer Schulleiter Friedrich Knispel, auch wenn „ein paar Tische und Stühle noch fehlen – die Möbelfirma ist ein bisschen in Verzug, die hatten einen Schwelbrand.“

Das gelungene Werk präsentieren seitens des Landkreises Diepholz als Schulträger Fachdienstleiter Mischa Flaspöhler und dessen Kollegin Claudia Müller-Bruns vom Fachdienst Liegenschaften sowie Thorsten Abeling, Leiter des Fachdienstes Bildung, beim Ortstermin sind auch Christina Prante, Marten Schaapmann und Ludger Schulte vom bauleitenden „pbr Planungsbüro Rohling“ aus Osnabrück dabei. Die Öffentlichkeit bekomme voraussichtlich im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ im Mai Gelegenheit, sich in den neuen Räumen umzusehen, kündigt Friedrich Knispel an. Bis dahin dürften auch die Außenanlagen fertig sein, die Arbeiten daran laufen bereits: Ein Wall in U-Form soll einen geschützten Pausenbereich beziehungsweise ein „Open-Air-Klassenzimmer“, ähnlich einem Amphietheater, bilden.

Der Neubau ist laut Mischa Flaspöhler im gesteckten Kostenrahmen von 4,8 Millionen Euro geblieben. Auch im Zeitrahmen, „die Restarbeiten wurden am letzten Tag der Sommerferien fertig.“ Den Mietvertrag für die Klassen-Container, die über Jahre genutzt wurden, hatte der Kreis bereits gekündigt.

Die Arbeiten auf dem Schulhof vor den Neubau haben begonnen: Ein Wall in U-Form soll einen geschützten Pausenbereich beziehungsweise ein „Open-Air-Klassenzimmer“, ähnlich einem Amphietheater, bilden.

Das Gebäude hat im Erdgeschoss ein relativ großzügiges Foyer, das wetterfesten Raum für die Pause oder für kleinere Veranstaltungen bietet, sowie zwei Musikräume. Die befanden sich zuvor im Physik- und Chemiepart des Altbaus, wo jetzt Platz ist, „über den Jahreswechsel“ zwei weitere naturwissenschaftliche Fachräume einzurichten. Jeweils fünf allgemeine Unterrichtsräume, dazwischen Differenzierungsräume (etwa für Gruppenarbeit) und ein „Aufenthaltsbereich“ finden sich in den beiden Obergeschossen. Im ersten Stock, in dem die fünften Klassen untergebracht sind, setzt die farbliche Gestaltung auf Grün, im zweiten, in dem die Sechstklässler residieren, auf Blau. Höhenverstellbare Tische und Stühle und ein großformatiger TFT-Touchscreenmonitor (daneben aber auch noch eine Whiteboard-/Tafelkombination zum Wenden) gehören zur Ausstattung der Klassenräume. „Ziel war es, dass hier jede Klasse einen Unterrichtsraum hat, den nur sie nutzt“, erinnert Friedrich Knispel. Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Architekten sei sehr gut gelaufen, die Vorstellungen seitens der Schule hätten im Konzept Berücksichtigung gefunden.

Aktuell knapp 1000 Schüler

Knapp unter 1 000 Schüler habe das Gymnasium derzeit – reicht das Raumangebot jetzt aus? „Im Moment passt das“, formuliert es Knispel vorsichtig, lächelt. Bei Bedarf ließen sich die beiden Aufenthaltsbereiche in Klassenräume umwandeln. Und es gibt noch „Luft nach oben“, stellt Mischa Flaspöhler fest: „Das Gebäude ist, auch was den Fahrstuhl und das Treppenhaus anbelangt, so konzipiert, dass wir problemlos noch ein Geschoss ,drauflegen‘ könnten.“

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