Erster Kindergesundheitstag im Familiengesundheitszentrum Sulinger Land findet anfangs nicht die erhoffte Resonanz

Üppiges Angebot bleibt zunächst fast unbeachtet

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Zugunsten der „Aktion Kindertraum“ erradelt Maja (10) Müsli – und eine Spende.

Sulingen - Mit vielen Akteuren aus Vereinen, Firmen und Institutionen hat Monika Jahnke für den ersten Kindergesundheitstag im Familiengesundheitszentrum Sulinger Land ein üppiges und kostenloses Programm auf die Beine gestellt, mit Flyern und Aushängen in Schulen und Kindergärten und mit Plakaten dafür geworben. Trotzdem ist am Freitagnachmittag zunächst der Wurm drin: Deutlich mehr Mitstreiter als Kinder mit ihren Familien sind in der Einrichtung an der Bassumer Straße. „Es ist schade für alle, die hier ihre Freizeit opfern, besonders die, die extra angereist sind“, bedauert die FGZ-Koordinatorin.

Ralf Collatz vom ADAC ist aus Bielefeld gekommen, um Eltern über den sicheren Transport von Kindern im Auto aufzuklären, hat seinen Stand im Ensemble mit einer Hüpfburg und der Spielstation der Kindertagespflege draußen vor dem Eingang. Er kann Auskunft geben, welche Kindersitze in Tests gut oder schlecht abgeschnitten haben. „Das Problem sind meist weniger die Produkte, sondern die, die sie benutzen: Zum Beispiel, wenn eine Babyschale in Fahrtrichtung, also verkehrt herum platziert wird, die Gurte verdreht sind oder Eltern den Fangkörper des Kindersitzes wegnehmen.“ Mögliche Folgen zeigen Crashtest-Videos, allerdings sieht niemand auf den Monitor. Collatz lässt sich die Laune nicht verderben: „Ich habe drei Jacken übereinander an – und notfalls eine vierte im Auto.“

Drinnen tritt Maja (10) in die Pedale des Spenden-Müsli-Rades, das die Ehrenamtlichen der „Aktion Kindertraum“ aufgebaut haben: Sie mahlt damit 200 Gramm Müsli, die darf sie mitnehmen und hat eine Spende von zwei Euro vom Flughafen Hannover „erradelt“, der die Aktion unterstützt und so den „HAJ Hannover Marathon“ bewirbt. „Wir erfüllen schwer kranken oder behinderten Kindern Herzenswünsche“, erläutert Stefanie Schmeling-Vey. Mit dem Spenden-Müsli-Rad soll bei Veranstaltungen genug Geld zusammenkommen, um dem 15-jährigen Rollstuhl-Basketballer Felix ein spezielles Sportgerät zu finanzieren.

Mehrere Gestaltungsaktivitäten bietet Kunsttherapeutin Karen Krebs vom Stephansstift an. Bei der Aquarellmalerei greift lediglich Sarah (6) zum Pinsel. Zwei Kinder sind bei der ersten Vorstellung von Maria Schupps Mitmach-Puppentheater dabei. Probierstände mit gesundem Essen und Trinken haben Sulinger Gewerbetreibende aufgebaut, auch Preise für das Glücksrad gestiftet. Bastelangebote, Kurzvorträge für Eltern – das Programm hätte gute Resonanz verdient. Monika Jahnke: „Nächstes Mal machen wir das im Sommer, an einem Samstag.“

Am Abend teilte die FGZ-Koordinatorin mit, dass die Veranstaltung am späteren Nachmittag noch gut besucht gewesen sei: „Das Puppentheater gab es sogar fünf statt der geplanten zwei Mal, beim Müslifahrrad wurden rund zehn Kilogramm erstrampelt, die Probieraktionen gut angenommen und es wurde fleißig gebastelt, gehüpft und gemalt.“

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